Net News Express

 
       
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 Topthemen (6)
  
22.03.2017 17:32:17 [World Economy]
K-Frage - keine Winterstiefel oder zu leise Stimme?
Willy Wimmer: ''Im diplomatischen Umgang ist nichts ein Zufall… Die Bundeskanzlerin fremdelt mit dem amerikanischen Präsidenten… Wen wollte sie eigentlich besuchen?'' Willy Wimmer, Staatssekretär a.D., am Telefon im Gespräch mit Prof. Dr. Alexander Sosnowski, Chefredakteur World Economy. WE: Angela Merkel zu Besuch im Weißen Haus. Die Reise wurde zunächst, angeblich wegen einem Schneesturm, um einige Tage verschoben. Hat die Bundeskanzlerin keine Winterstiefel oder stimmt zwischen den beiden - Donald Trump und Angela Merkel - irgendetwas nicht? Willy Wimmer: Das war vielleicht eine Form von politischer Fürsorge der Bundeskanzlerin gegenüber, dass der amerikanische Präsident Trump selbst zum Telefonhörer gegriffen hat, um auf einen schweren Schneesturm aufmerksam zu machen. Wir haben ja gesehen, dass die Flüge im nördlichen Teil der Vereinigten Staaten alle abgesagt worden sind. Also gab es vermutlich doch sehr sachliche Gründe. Die Frage macht allerdings deutlich, dass mehr damit verbunden ist, wenn ein Schneesturm offensichtlich Reisepläne lahm legt.

  
22.03.2017 16:12:29 [ISW - sozial ökologische Wirtschaftsforschung]
Facebook-Sperre für de Maizière?
Fake News verunsichern das Land. Im Innenministerium wird überlegt, ein Abwehrzentrum gegen Desinformation einzurichten. Facebook will mit Faktencheckern vorgehen und inkriminierte Meldungen mit einem Warnhinweis versehen. CDU und CSU fordern in einem Positionspapier, dass „alle Nutzer, die mit Fake News konfrontiert worden sind“, über „ihre Richtigstellung obligatorisch informiert werden“. Da dürfte es Innenminister Thomas de Maizière als Ersten treffen. Steht er doch Donald Trump nicht nach im Verbreiten von Falschmeldungen. Deshalb hier im Vorgriff einige Richtigstellungen: Im Dezember 2015 erweiterte Thomas de Maizière die unter Flüchtlingsgegnern beliebte Syrer-Kategorisierung um eine weitere Rubrik: den ‚falschen Syrer‘. 30 Prozent der Geflüchteten geben sich fälschlicherweise als Syrer aus, behauptete er damals im Bundestag. Doch es ist der Innenminister, der hier fälscht und lügt.

22.03.2017 14:54:05 [Attac]
Leak: EU verhandelt TTIP-Zwilling mit Japan
EU verfolgt weiterhin Handels- und Investitionspolitik, die nur Konzernen nützt. Dienstag geleakte Verhandlungsdokumente geben erstmals Einblick in das seit 2013 völlig geheim verhandelte Handels-und Investitionsabkommen zwischen der EU und Japan (hier JEFTA). Die Dokumente zeigen, dass es sich dabei in weiten Teilen um einen TTIP-Zwilling handelt. "Das Abkommen zwischen der EU und Japan enthält Sonderklagerechte für Konzerne und räumt Konzernlobbyisten direkten Einfluss auf geplante Gesetze ein. Wie TTIP und CETA gefährdet es Regulierungen im öffentlichen Interesse, beschneidet die Rechte von Parlamenten sowie Bürgerinnen und Bürgern und höhlt die Demokratie aus. Damit wird klar: EU-Kommission und Regierungen behaupten zwar, aus dem Protest gegen TTIP und CETA gelernt zu haben. Doch egal, mit wem sie neue Handelsverträge aushandeln – es dominiert stets die gleiche Konzernagenda", sagt Roland Süß vom Attac-Koordinierungskreis.

  
22.03.2017 14:49:52 [NachDenkSeiten]
Brasilien: Streiks und Massenproteste gegen Abbau sozialer Rechte
Die Situation in Brasilien spitzt sich immer weiter zu. In der letzten Woche erhoben die Brasilianer sich in Massenprotesten gegen die unbeliebte „Putsch-Regierung“ Michel Temers und deren neoliberale Reformen. Zum bisherigen Höhepunkt waren mehr als eine Million Menschen auf der Straße – mehr als 300.000 alleine in São Paulo. Zum Auftakt der Woche sorgte der nichtgewählte, seit dem 1. September 2016 amtierende de facto-Präsident Michel Temer für landesweites Gelächter. Dem rechten Wochenmagazin Veja beichtete er den Grund seines plötzlichen Auszugs aus der erst eine Woche zuvor bezogenen, offiziellen Präsidenten-Residenz, die die von der Macht geputschte Staatspräsidentin Dilma Rousseff über sechs Jahre lang bewohnt hatte. Er und seine Frau hätten kein Auge zumachen können, das Ambiente strahle “negative Energien” aus, etwas Seltsames liege da in der Luft – “Ob es wohl Gespenster sind?”, hätten sie sich gefragt und seien in die Residenz des Vizepräsidenten zurückgezogen.

  
22.03.2017 12:22:11 [Telepolis]
Söldner, Sklaven, Superstars: Vom Glück in der Arbeit
Wie zufrieden oder glücklich sind nach Umfragen die Angestellten in Deutschland? Das ist doch einmal eine schöne Nachricht. Nirgendwo in Europa sind die Arbeitnehmer zufriedener als in Deutschland. Das soll aus einer Umfrage des internationalen Personaldienstleistungsunternehmen Robert Half mit Sitz in Kalifornien hervorgehen, ist aber ein wenig gefinkelt, weil nur Arbeitnehmer in 5 europäischen Ländern gefragt wurden. Vorgestellt werden sollen Kriterien, die ein "glückliches arbeiten" ermöglichen. In der zugrundeliegenden Studie, die ganz vom Geist der kalifornischen Ideologie geprägt mit der Firma "Happiness works" unter dem verheißungsvollen Titel: "Die Zeit ist reif. Glücklich arbeiten" veröffentlicht wurde, wird dem Leser gleich im ersten Satz vermittelt, dass alles nur besser werden kann, der Arbeitsvermittler geht offenbar von Flexibilität aus, die positiv ausgelegt wird.: "Mit jedem Job ein Stück besser arbeiten." Aufgefordert wird man, seine Email-Adresse einzugeben, um sich die Studie zusenden zu lassen. Die Studie kam leider erst etwas später an.

22.03.2017 08:18:47 [NachDenkSeiten]
Bloß keine Gleichmacherei!
Gerd Scobels subtiles Plädoyer für soziale Ungleichheit. Udo Brandes hat sich mit der Sendung „Scobel“ näher beschäftigt. Dort war soziale Ungleichheit das Thema. Das Fazit von Udo Brandes: An der sichtbaren Oberfläche war dies eine Sendung, die soziale Ungleichheit anklagt. Aber wer genauer hinschaute, konnte auch ganz andere Botschaften entdecken. Am 16. Februar Februar war in der 3sat-Sendung „Scobel“ soziale Ungleichheit das Thema. Die Scobel-Redaktion offenbarte dabei unfreiwillig die Ressentiments des Bildungsbürgertums. Gleichzeitig konnte man eine ideologische Überzeugungstechnik beobachten, die Bourdieu schon vor Jahrzehnten in seiner Schrift „Über das Fernsehen“ beschrieben hat: Die Fassade der Sendung war gesellschaftskritisch, die transportierten Botschaften aber letztlich konservativ.
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