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 Aktuell: letzte 10 Meldungen
27.02.2017 12:17:04 [Ein Parteibuch]
Syrische Armee rückt bei Palmyra und in der Provinz Aleppo weiter vor
Die syrische Armee und ihre Partner sind am Sonntag sowohl an mehreren Stellen westlich der zentralsyrischen Wüstenstadt Palmyra und östlich und südwestlich der nordwestsyrischen Metropole Aleppo weiter vorgerückt. Wie die syrische Nachrichtenagentur SANA mitteilte, ist es der syrischen Armee am Sonntag Morgen gelungen, sämtliche Hügel einzunehmen, die eine Übersicht über das Al-Mahr-Gasfeld 50 Kilometer nordwestlich von Palmyra bieten. Später am Sonntag wurde dann berichtet, dass die syrische Armee und ihre lokalen Partner sowohl den höchsten Hügel direkt südwestlich von Palmyra als auch Gelände direkt nordwestlich von Palmyra eingenommen haben, womit sie einen Zangenagriff auf ISIS ausführen und der südwestliche Teil von Palmyra sich unter Feuerkontrolle der syrischen Armee befindet.

  
27.02.2017 12:15:02 [Telepolis]
Brauchen wir ein Alkoholverbot?
Die Verbotsrepublik Deutschland: Der vom Gesetzgeber empfohlene Veggie-Tag, mit dem uns die Grünen auf den Pfad der Tugend helfen wollten (und das schreibt ein langjähriger Vegetarier), ist noch in guter Erinnerung. Bereits verbotene Übergriffe auf Frauen wurden dank "Nein heißt Nein!" sicherheitshalber und einstimmig vom Bundestag noch einmal verboten (Sexualstrafrechtsreform: Eine Beweisaufnahme). Sexistische Werbung soll auch bald verboten werden. Gut für Männer, denen mit nackten Tatsachen vom Mobilfunkvertrag bis zum Auto alles angedreht werden soll. Hate Speech sowieso. Und Fake News auch - jedoch nur, wenn sie nicht in den Leitmedien stehen oder von unseren Ministern höchstpersönlich geäußert werden.

  
27.02.2017 12:11:28 [IMI-Online]
Petition: Aufrüstung stoppen! Rüstungsausgaben senken!
Warum ist das wichtig? Der Beschluss der NATO-Staaten, der 2014 unter Mitwirkung der derzeitigen Bundesregierung bekräftigt wurde, ihre Rüstungsausgaben auf mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, erfährt durch die neue US-Regierung neuen Schub. Eine Umsetzung dieser Maßgabe würde den deutschen Militärhaushalt auf etwa 80 Mrd. Euro verdoppeln. Zugleich verfällt in Deutschland die öffentliche Infrastruktur wie Schulen, Bahnstrecken und Straßen, Sportstätten und Bildungseinrichtungen, weil die sogenannte Schuldenbremse wirkt – außer bei Militärausgaben.

  
27.02.2017 12:07:24 [Neue Rheinische Zeitung]
Vereint mit Kriegstreibern Trump zum Feindbild machen?
Wer spricht da? Wer spricht da am 18. Februar 2017 in München bei den Kundgebungen anlässlich der so genannten "Sicherheitskonferenz" auf dem Stachus und auf dem Marienplatz? Spricht dort die Friedensbewegung? Sprechen dort "transatlantische" NATO-Journalisten der Süddeutschen Zeitung? Oder ist es gar Wolfgang Ischinger, der Chef der "Sicherheitskonferenz" höchstpersönlich, der dort das Wort ergreift? Hören wir einige Sätze: „Die USA erlebten [nach der Amtseinführung von US-Präsident Trump] den größten Protesttag in ihrer Geschichte... Das macht uns Hoffnung... Von diesem Widerstand schreibt Stefan Cornelius in der Süddeutschen Zeitung: Der Faschismusverdacht hat in den USA Konjunktur... Ein Blick auf das Horrorkabinett Trumps: Neben Vertretern der Superreichen und Militärs sind dort Apokalyptiker wie Stephen Bannon vertreten... 'In fünf bis zehn Jahren werden wir einen Krieg im südchinesischen Meer führen' gegen die Atommacht China. Das sagt... Trumps engster Berater [Stephen Bannon]. Da trifft er sich mit seinem großmäuligen Chef Trump, der im Wahlkampf die nicht naiv gemeinte Frage gestellt hat – Originalton: 'Wozu haben wir Atomwaffen, wenn wir sie nicht anwenden?'“ Wer könnte so sprechen? Um die Frage beantworten zu können, gilt es, die Sätze genauer unter die Lupe zu nehmen.

27.02.2017 12:05:22 [Cashkurs]
Trumps ISIS-Plan – Weitere US-Invasion voraus?
Steht dem Nahen Osten eine neue US-Militärintervention bevor? Wiederum natürlich nur im Sinne jenes anhaltenden "Krieges gegen den Terror"? Welche geostrategischen Gefahren sind damit verbunden, auch mit Blick auf die Interessen Russlands in der Region? Etwas mehr als eine Woche nach Amtsübernahme der Trump-Administration, unterzeichnete der Präsident eine Executive Order, die Verteidigungsminister James Mattis einen Zeitraum von dreißig Tagen einräumt, um einen Plan auszuarbeiten, aus dem hervorgehen soll, wie sich die Terrorgruppe ISIS bezwingen lässt. Bezug auf dieses Dekret nehmend, soll dieser Plan auch Empfehlungen zu militärischen Manövern, diplomatischen Maßnahmen, der Benennung von Partnern und Strategien sowie Finanzierungsideen enthalten.

27.02.2017 12:03:11 [Wirtschaftliche Freiheit]
Die „fake news“ des Martin Schulz
Die politische Linke attackiert gerne “fake news”, wenn Rechtspopulisten damit punkten. Doch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bedient sich bei seiner Wahlkampf-Intonierung ähnlicher Methoden. Er zeichnet ein Zerrbild der sozialen und wirtschaftlichen Situation im Land und will die erfolgreiche Agenda 2010-Politik Gerhard Schröders rückabwickeln. Das ist verantwortungslos. „Fake news“ sind in aller Munde. Ohne Falschmeldungen kein Donald Trump, kein Brexit, keine AfD. So schlicht lauten die Erklärungsmuster für Wahlergebnisse, die dem linksliberalen Mainstream und dem politischen Establishment nicht passen.

  
27.02.2017 12:00:30 [Deutschlandfunk]
GPS-Sender – Totale Überwachung oder Erleichterung im Kampf gegen Doping?
Es ist eine der großen Streitfragen im Spitzensport: Der Kampf gegen Doping und was darf den Sportlern dabei alles zugemutet werden? Um für Dopingkontrollen rund um die Uhr erreichbar zu sein, müssen Spitzensportler ständig ihre Aufenthaltsorte angeben. Über das sogenannte ADAMS-System im Internet – was Datenschützer für rechtswidrig halten. Jetzt wird sogar einem GPS-Sender für Sportler geforscht, wie bei einer elektronischen Fußfessel, die Straftätern angelegt wird. Jonas Plass, Lockenkopf, Typ Sonnyboy, gehörte lange zu den besten deutschen 400-Meter-Läufern. Und natürlich, hat auch ihn das Thema "Dopingkontrollen" tag täglich begleitet.

27.02.2017 11:58:37 [Goldreporter]
Irdische Gold-Vorkommen im Jahr 2034 erschöpft?
Wenn in den kommenden Jahren weltweit so viel Gold gefördert würde wie 2016, dann wären die heute bekannten Goldvorkommen in 18,38 Jahren ausgebeutet. Dies lässt sich theoretisch aus den aktuellen Zahlen von US-Geologen ableiten.

  
27.02.2017 11:07:46 [Querdenkende]
Politik außer Rand und Band
Bloß nicht kritisch sein auf allen Ebenen, wer sucht und findet schon die Wahrheit? Vor allem welche Wahrheit? Die des Donald Trump oder des Wladimir Putin, Fake-News gegen aufrichtige von Pressefreiheit strotzdender Russischen Föderation, wo Sputnik-News und RT uns aufzeigen, wie toll sie fruchten, ganz besonders beim großen Pulk der „Wahrheitsbewegung“, all inclusive die gesamte Neue Rechte?

27.02.2017 11:07:02 [Wissensfieber]
Die kommende Krise
Niemand will doch (unmittelbaren) Krieg, trotzdem bekommen nur wenige den Hintern hoch, sich im Grunde erst einmal Gedanken darüber zu machen, wie bedrohlich die weltwirtschaftliche und -politische Lage tatsächlich sein kann. Vor allem welche Folgen für vielleicht jeden hinten dran stehen könnten. Grundsätzlich muss nun jeder mit seiner Naivität selber zurecht kommen, Risiken, vermeintliche Folgen, Schäden. Warnzeichen sind nun schon länger genug vorhanden. Letztlich würde aber auch das Wohl der gesamten Gesellschaft, auch das, der für eine bessere Welt einstehenden, von höchster Relevanz sein. Genau das vergessen immer diejenigen, die vorschnell „Verschwörungstheoretiker“, „Reichsbürger“, „Anitsemit“ oder „Rechter“ schreien. Vielleicht täusche ich mich nur, aber meiner Eindrücke nach verharren die meisten Menschen noch immer in ihren Vorstellungen einer funktionierenden Demokratie, in der man sich auf Rechtsstaatlichkeit und letztendlich doch auf die Gerechtigkeit (vor allem der Politik) verlassen könne.
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University Professor Exposes Mind Control Programs in Universities

Professor Darrel Hamamoto breaks down how university students are being manipulated and mind controlled through university programs and what it is doing to society.


Nachrichten der letzten 24 Stunden
 Topthemen (8)
  
27.02.2017 12:11:28 [IMI-Online]
Petition: Aufrüstung stoppen! Rüstungsausgaben senken!
Warum ist das wichtig? Der Beschluss der NATO-Staaten, der 2014 unter Mitwirkung der derzeitigen Bundesregierung bekräftigt wurde, ihre Rüstungsausgaben auf mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, erfährt durch die neue US-Regierung neuen Schub. Eine Umsetzung dieser Maßgabe würde den deutschen Militärhaushalt auf etwa 80 Mrd. Euro verdoppeln. Zugleich verfällt in Deutschland die öffentliche Infrastruktur wie Schulen, Bahnstrecken und Straßen, Sportstätten und Bildungseinrichtungen, weil die sogenannte Schuldenbremse wirkt – außer bei Militärausgaben.

  
27.02.2017 08:24:32 [Blog der Republik]
Die gravierende Kränkung für Hartz-Vier-Empfänger
Das so genannte „Schonvermögen“ sollte nach Oben korrigiert werden. Eine wesentliche Aufgabe für Rot-Rot-Grün, wenn es um soziale Gerechtigkeit geht. Jeder vernunftbegabte Mensch hat das Bedürfnis, vorzusorgen, selbstständig zu sein, gut zu planen, sich etwas aufzubauen, selbstbewusst, möglichst nicht abhängig zu sein. Das etwas modisch klingende Wort heißt „selbstwirksam“ sein. Es bedeutet: Ich als Individuum handle so verantwortlich, so gut wie ich es kann, und das erfüllt mich auch mit Selbstachtung, ich habe etwas geschaffen, ich kann mein Dasein gestalten, ich fühle mich wohl, weil ich etwas zuwege bringe, für mich und meine Familie, und: ich liege keinem auf der Tasche. Ich habe selbstverantwortlich vorgesorgt und gespart, für später. Dies ist eine anthropologische Konstante, die wir doch alle von uns selbst kennen, eine durch und durch respektable Haltung.

  
26.02.2017 20:03:40 [Gewerkschaftsforum]
Der globale Klamottenmarkt
Wesensmerkmale des global ausgerichteten Kapitalismus waren immer schon die Aneignung der Gewinne, Auslagerung der Kosten und Ausbeutung Dritter. Mussten die Auslagerungspraktiken früher noch mit direkter Gewalt organisiert werden, so wurden diese Praktiken seit Anfang der 1950 Jahre immer mehr verrechtlicht, was die Möglichkeit mitbrachte, Rechtsmittel zu nutzen, um z.B. Schadensersatz zu fordern. Doch je weiter die Auslagerungen von uns entfernt sind, desto weniger können wir die Folgen unserer Produktions- und Lebensweise wahrnehmen, denn die Folgekosten werden auch von niemandem direkt an uns herangetragen, wir werden nicht mit ihnen direkt konfrontiert und dem entsprechend sind wir auch nicht gezwungen, etwas bei uns zu ändern.

  
26.02.2017 18:55:39 [Reuters]
Nach sieben Jahren Rettung versinkt Griechenland in Armut
In ihrem Arbeitsleben hat die griechische Rentnerin Dimitra Nahrungsmittel im Auftrag des Roten Kreuzes verteilt. Heute ist sie selbst auf Lebensmittelspenden angewiesen: Etwas Reis, zwei Packungen Nudeln, Kichererbsen, einige Datteln und eine Dose Milch - das ist ihre Ration für diesen Monat, die sie an einer Athener Tafel für Bedürftige abholt. Die 73-jährige, die ihren Nachnamen aus Scham nicht nennen will, hätte sich nie vorstellen können, einmal selbst auf Hilfe für Bedürftige angewiesen zu sein: "Ich habe sparsam gelebt, war nie im Urlaub. Nichts, nichts, nichts". Von den 332 Euro Rente, die sie im Monat zur Verfügung hat, braucht sie die Hälfte für die Miete ihrer winzigen Athener Wohnung. Von dem Rest muss sie Rechnungen bezahlen.

  
26.02.2017 18:48:29 [RT Deutsch]
Die Ölkonzerne zurück an der Macht
Bisher kursieren hauptsächlich Psychogramme, um vorherzusagen, welche Außenpolitik die Regierung Trump wohl verfolgen wird. Während Donald Trump die Öffentlichkeit mit widersprüchlichen Signalen irritiert, macht es Sinn, sich den neuen Außenminister und Exxon-Chef Rex Tillerson genauer anzuschauen. Inzwischen ist der neue US-Präsident seit vier Wochen im Amt. Seitdem rätseln nicht zuletzt die europäischen Eliten, was außenpolitisch vom neuen Präsidenten zu erwarten ist. Gerne begnügen sich Beschreibungen aus der politischen Klasse, von Journalisten und Politikern, mit Psychogrammen. Allerdings sind in der Außen- und Sicherheitspolitik die Haltungsnoten weniger aussagekräftig. Erinnert sei hier nur an Ronald Reagan und George Bush Junior: Beide vermittelten systematisch den öffentlichen Eindruck, unberechenbar zu sein, einfach um das amerikanische Abschreckungspotential glaubwürdiger erscheinen zu lassen.

  
26.02.2017 16:52:28 [Süddeutsche Zeitung]
Wegen unserer Politik kommen Menschen in Afrika elend um
Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht. Das liegt nicht nur an Dürren, sondern auch an korrupten Politikern und an der Wirtschaftspolitik der Welt. Statistiken belegen eine gute Entwicklung, die Bemühungen wirken: Die Zahl der Hungernden in der Welt sinkt, 1990 waren es noch mehr als eine Milliarde, nun sind es ungefähr 800 Millionen. Doch erstens nützt Statistik den Betroffenen nichts, zweitens ist die Zahl noch immer entsetzlich groß, und drittens gibt es Länder, in denen nichts vorangeht. Für Teile Afrikas müssen die Vereinten Nationen und die Hilfsorganisationen nun Alarm schlagen. Das Leben von 20 Millionen Menschen sei in den kommenden Monaten bedroht, sagte UN-Generalsekretär António Guterres, und zwar allein in Somalia, Südsudan, Nigeria und Jemen. Der Blick voraus droht ein Blick zurück zu werden - auf 2011, als am Horn von Afrika eine Viertelmillion Menschen Hungers starben.

26.02.2017 15:13:39 [Aktuelle Sozialpolitik]
Eine Steuer auf Roboter?
Ein sehr reicher Mann mit einer alten Idee in modischer Verkleidung und dem Finger auf einer offenen Wunde. Er steht seit langem auf Platz 1 dieser alljährlich veröffentlichten Liste der Superreichen: Bill Gates. Mit Microsoft hat er es zu diesem sagenhaften Reichtum gebracht - für 2016 werden 75 Milliarden Dollar seiner Person zugeschrieben. Und ein Teil dieses Reichtums setzt er durchaus sehr öffentlichkeitswirksam ein, um über eine Stiftung der Welt seine Wohltätigkeit zu beweisen. Die Bill & Melinda Gates Foundation ist an den Einlagen gemessen angeblich die mit Abstand größte Privat-Stiftung der Welt. Die Stiftung hat ihren Sitz in Seattle und beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeitern. Sie ist mit einem Stiftungskapital von fast 40 Mrd. US-Dollar ausgestattet. Sie vergibt Fördermittel von jährlich rund vier Milliarden Euro für Projekte und Forschung zur Armuts- und Hungerbekämpfung, Landwirtschaft und Gesundheit.

  
26.02.2017 12:54:25 [Amerika 21]
Die Radikalisierung der Befreiungsprozesse in Lateinamerika ist unumgänglich
Seit einem Jahr hören wir immer wieder, dass die Situation auf unserem Kontinent schwieriger geworden ist, weil sich gegen die Völker gerichtete Dinge ereignen und wegen der Offensive des Imperialismus und seiner Klassenkomplizen, die zugleich von ihm beherrscht und Herrschende in ihren Ländern sind. Wenn es auch so scheinen mag, dass ich das Pferd von hinten aufzäume, möchte ich mit einem Kommentar über die Beziehungen beginnen, die zwischen Schwierigkeiten und Revolution bestehen. Für die Revolutionäre und während der Revolutionsprozesse gibt es glückliche Momente und glückliche Prozesse, aber in wirklichen Revolutionen gibt es keine einfachen Umstände. Wenn sie uns als einfach erscheinen, dann nur deshalb, weil wir ihre Schwierigkeiten nicht bemerkt haben.
 Aktuelle Themen (3)
  
27.02.2017 09:19:21 [Rationalgalerie]
Gefährder Erdogan: Diktatur privat auf Reisen
Jüngst in Oberhausen: Der Assistent des Diktators Erdogan, Ministerpräsident Binali Yildirim, sprach vor tausenden Türken die in Deutschland leben. Deutsche Politiker, die sonst gerne die Freiheitsfahne aufziehen, wenn es um Auslandseinsätze der Bundeswehr geht, sahen keine Möglichkeit den Auftritt des Diktatur-Gehilfen zu verhindern. Denn zum einen sei da doch die vom Grundgesetz garantierte Versammlungsfreiheit. Zum anderen sei der Herr Yildirim privat nach Deutschland eingereist. Denn die „König-Pilsener-Arena“ in Oberhausen sei von den „Europäisch-Türkischen Demokraten“ angemietet worden. Dieser Erdogan-Einfluß-Agentur. Also auch privat. Und noch besser: Yildirim hat schon mal angekündigt, dass sein Chef Erdogan im März auch in Deutschland sprechen werde. Die Versammlungsfreiheit, sagt das Grundgesetz im Artikel 8, gilt für alle Deutschen, die sich „ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen versammeln“. Hat Erdogan die deutsche Staatsbürgerschaft? Oder sein Gehilfe Yildirim?

26.02.2017 19:54:43 [Tichys Einblick]
Länger Arbeitslosengeld
Der Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, hat in diesen Tagen eine Revision der Agenda 2010 für seine Partei angekündigt. In Bielefeld sagte er dazu: „Auch wir haben Fehler gemacht“. Soviel Ehrlichkeit kommt an. Konkret schlägt Schulz unter anderem vor, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes zu verlängern und befristete Arbeitsverträge einzudämmen. Er streichelt mit solchen Forderungen die sozialdemokratische Seele. Für den schlichten Betrachter scheint die neue Agenda 2017 des Martin Schulz attraktiv. Auch die sozialistische Regierung in Frankreich schlägt diese Töne an. Bei seinem Besuch in Deutschland hat der französische Staatssekretär für Wirtschaftsfragen, Christophe Sirugue, kürzlich vorgeschlagen, Deutschland und Frankreich mögen gemeinsam gegen Übernahmen heimischer Unternehmen vorgehen und diese im Zweifel untersagen.

26.02.2017 12:52:41 [Telepolis]
"Wir stehen vor einer Ära systemischer Gefahren"
Am 15. Januar hatte der Verein acTVism Munich unter dem Titel "Freiheit & Demokratie - Globale Themen im Kontext" eine Veranstaltung in der Münchner Muffathalle organisiert. Zain Raza, der Gründer und leitende Redakteur von acTVism, führte ein langes Live-Interview mit Edward Snowden via Videokonferenz aus Moskau und sprach mit Srećko Horvat, Paul Jay, Richard D. Wolff, Jeremy Scahill und Jürgen Todenhöfer. Mittlerweile sind alle Gespräche online verfügbar, die meisten wurden mit deutschen Untertiteln versehen. Das gesamte Interview mit Edward Snowden ist ebenfalls übersetzt und in deutscher Sprache zu synchronisiert. Telepolis veröffentlicht einen kurzen Auszug aus dem Interview.
 Wirtschaft, Ökonomie, Finanzen, Finanz- und Wirtschaftskrise, Geldsystem, Währung, Banken (14)
27.02.2017 10:31:33 [Ludwig von Mises Institut Deutschland]
Ich wollte Reformer werden...
...doch ich bin nur der Geschichtsschreiber des Niedergangs geworden. Die Lehre von der Unmöglichkeit einer sozialistischen Wirtschaftsrechnung bildet den Kern meiner Gemeinwirtschaft, deren erste Auflage 1922 herauskam. Die Gemeinwirtschaft, der 1927 veröffentlichte Liberalismus und die 1929 zu einem Bande unter dem Titel Kritik des Interventionismus vereinigten Aufsätze bilden zusammen eine umfassende Behandlung der Probleme gesellschaftlicher Kooperation.

  
27.02.2017 09:13:43 [Bankhaus Rott + Frank Meyer]
Schlechte Zahlen und Versicherungen im Sonderangebot
Die aktuelle Berichtssaison streut noch mehr Salz in eine ohnehin salzige Suppe. Vor allem in den Vereinigten Staaten führt das Zusammenspiel aus mäßiger Gewinnentwicklung und Börseneuphorie zu weiterhin extremen Bewertungen. Dem einen oder anderen sind die Hochpunkte vieler Börsen aus den Jahren 2000 und 2007 noch in Erinnerung. In beiden Fällen waren viele Anleger zu entspannt und redeten sich selbst und anderen ein, die Bewertung spiele keine Rolle. Das kann mittelfristig durchaus der Fall sein, ist doch Momentum einer der wenigen Faktoren, die seit Ewigkeiten an den Finanzmärkten nutzbar sind. Man sollte nur nicht Momentum mit einer günstigen Bewertung verwechseln und sich auch bei Ausstiegssignalen an seinen Plan erinnern.

27.02.2017 08:19:58 [Klaus Peter Krause]
Wie sich Deutschland ruiniert
Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Drei Riesen-Fehlentscheidungen hat die deutsche Politik begangen und hält an ihnen noch immer fest. Sie betreffen die Rettungspolitik für die Euro-Währungsunion, die Klimaschutzpolitik und die Merkel-Politik der offenen Grenze für den Massenzustrom von Menschen nach Deutschland. Schon jede für sich ist eine massive Bedrohung unseres Landes in seiner jetzigen Form und Lebensweise. Sie läuft letztlich, wenn es damit so weitergeht, auf den Ruin Deutschlands hinaus. Bereits allein die Euro-Rettung wird Deutschland finanziell ruinieren, vor allem die Euro-Rettungspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sichtbar wird die Gefahr an den sogenannten Target-2-Salden der nationalen Zentralbanken bei der EZB. Positive Salden dort sind Forderungen der nationalen Zentralbanken gegenüber dem Euro-System, negative sind Verbindlichkeiten. Den höchsten positiven Saldo hat die deutsche Zentralbank, die Bundesbank. Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Drei Riesen-Fehlentscheidungen hat die deutsche Politik begangen und hält an ihnen noch immer fest.

  
27.02.2017 06:55:43 [Tichys Einblick]
Die Türkei in der Wirtschaftskrise
Er markiert den starken Mann. Er schaltet jegliche Opposition aus. Er will Deutschland zu einer Art türkischen Teilrepublik machen. Er düpiert die EU. Er führt Krieg gegen die Kurden im eigenen Land. Er macht in Syrien auf Hegemonialherrscher. Nun steht er bettelnd beim deutschen Finanzminister im Vorzimmer und jammert nach Hilfe. Recep Tayyip Erdogan hat seine Türkei an die Wand gefahren. Eine Türkei, deren einfache Bürger der islamische Lautsprecher aus den Armenvierteln Istanbuls damit bezauberte, dass er ihnen eine große türkische Nation vorgaukelte, eine Fast-Schon-Weltmacht mit den Ansprüchen der USA oder Russlands. Nebenbei schaufelte seine Familie Geld auf die hohe Kante, wird sein Sohn Bilal in Italien steckbrieflich gesucht.

27.02.2017 06:38:25 [Blog Abeit-Wirtschaft]
Ungleichheit und Rechtspopulismus in den USA und Europa
Ein Elefant steht unausgesprochen im Raum des aktuellen politischen Diskurses: Bei Trump und den Rechts-Populisten in Westeuropa stehen deren Rhetorik gegen „die Eliten“ und für „unsere Leute“ im Widerspruch zu ihren wirtschaftspolitischen Handlungen. Wegen gefühlter wie realer Ungleichheit und Abstiegsgefahr versammeln sich immer breitere Teile der Mittelschicht und der Einkommensschwächeren in ihrem Lager. Dabei untergräbt die politische Praxis von Trump und des westeuropäischen Rechts-Populismus jedoch gezielt die ökonomische und soziale Sicherheit just dieser Bevölkerungsgruppen.

  
26.02.2017 20:07:45 [Makroskop]
Wachstum durch Freihandel – Ein Mythos
Protektionismus führt zu Krieg und Stagnation, Freihandel zwangsläufig zu Wachstum. Diese Erzählung ist ein neoliberales Paradoxon aus der Zeit vor 1913. Es lohnt ein genauerer Blick in die Geschichte. Seit Donald Trump das Amt des Präsidenten übernommen hat, geht die Angst vor dem Protektionismus um. Unisono warnen führende Ökonomen in den Massenmedien vor dem Unheil, das der Protektionismus bereits über die Menschheit gebracht habe. Immer häufiger fällt dabei der Vergleich mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, der in der Literatur bekanntermaßen das Ende der ersten Ära der Globalisierung markiert.

26.02.2017 20:05:04 [Die Freiheitsliebe]
Quellen des Reichtums – die Familie Albrecht
Als die beiden „Springquellen des Reichtums“ bezeichneten Karl Marx und Friedrich Engels die menschliche Arbeit und die Natur. Und tatsächlich ist im modernen Kapitalismus die weltweite Ausbeutung der lebendigen Arbeitskraft und der Boden- und Naturschätze die Grundlage für den Reichtum unserer Gesellschaft. Aber der Reichtum ist keineswegs gleich verteilt. Die Länder des globalen Südens sind bitterarm, obwohl dort die reichsten Naturschätze gehoben werden und dort die Menschen am härtesten arbeiten müssen. Doch die Erträge fließen in die reichen Länder des Nordens, in die USA und nach Europa. Wo ist also der Reichtum zu finden? Heute konzentriert sich der Reichtum dieser Welt in den Händen einer kleinen Gruppe von Menschen. Es sind die Oligarchen, die Multimilliardäre, bei denen alles Geld zusammenfließt und immer mehr anwächst. In Deutschland befindet sich der Reichtum zu einem großen Teil im Besitz von Familiendynastien, zum Beispiel den Familien Quandt, Oetker und Albrecht.

  
26.02.2017 19:58:51 [Infosperber]
Freibrief für Steueroasen mitten in Europa
Die EU prangert den Steuersumpf in der Karibik an, toleriert aber seit Jahrzehnten Steuerdumping auf Madeira und Malta. Seit 30 Jahren bewilligt die EU-Kommission extrem niedrige Steuersätze auf Madeira. Das soll Investoren anlocken und Arbeitsplätze auf die abgelegene Atlantikinsel bringen. Doch die Tiefsteuerpolitik verfehlt ihr Ziel: Unternehmen und Superreiche nutzen die Schlupflöcher nur zum Sparen von Steuern. Arbeitsplätze für die Inselbewohner entstehen kaum. Und anderen Ländern entgehen Steuereinnahmen in Milliardenhöhe. Ein Recherche-Team des Bayerischen Rundfunks BR hat das Unternehmensregister von Madeira systematisch ausgewertet. Die Analyse der Firmeneintragungen zeigt, dass von den Steuerregeln vor allem internationale Grosskonzerne profitieren, die auf der Insel Tochterfirmen haben oder hatten.

26.02.2017 19:52:21 [Herdentrieb]
Schwacher Euro, starke Wirtschaft
Die Schwäche des Euro wirkt wie ein massives Konjunkturprogramm – und sie heizt inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Währungsunion die Inflation an. Es ist ein bisschen wie in den Wirtschaftswunderjahren, als eine unterbewertete D-Mark für hohe Wachstumsraten und, in den frühen siebziger Jahren, für einen starken Anstieg der Inflationsraten sorgte. Noch besser: Vorlaufende Indikatoren wie der Purchasing Managers Index (PMI) für Euroland, die Erwartungskomponente des Ifo-Index sowie die deutschen Auftragseingänge in der Industrie und im Bau lassen erwarten, dass sich der Aufschwung fortsetzen wird, Donald Trumps protektionistische Pläne hin oder her. Die Erwartungen sind besser als die Lage.

26.02.2017 19:50:11 [Time Pattern Analysis]
Trump – Ernüchterung macht sich breit
So allmählich zieht Ernüchterung ein hinsichtlich der kurzfristigen Aussichten der Trumponomics. Hatte Trump noch vor kurzem gesagt, seine umfassende und (natürlich) phänomenale Steuerreform werde in wenigen Wochen konkretisiert („Believe me!”), so schraubt sein Finanzminister die Erwartungen nun deutlich zurück. Steven Mnuchin kündigte an, die Steuerreform werde noch vor der Sommerpause umgesetzt, also bis August. Der frühere Goldman-Sachs-Banker bekräftigte, die Regierung stehe zu ihren Plänen, in diesem Rahmen beschäftige man sich auch mit Fragen von Grenzsteuern. Trump hatte Unternehmen, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, immer wieder hohe Grenzsteuern oder Importzölle angedroht.

26.02.2017 18:11:28 [IKNews]
Mission erfüllt - Griechenland nachhaltig zerstört
Bereits als Goldman Sachs sich fürstlich dafür entlohnen ließ um den griechischen Staatshaushalt mal ordentlich durchzufriesieren war klar, das musste in einer Katastrophe enden. Nun ist die Mission abgeschlossen, eine Volkswirtschaft wurde vollständig und nachhaltig abgewrackt. Das Tal der Tränen wird lange währen und so manche europäische Volkswirtschaft dürfte sich noch hinzugesellen.

26.02.2017 16:40:56 [Time Pattern Analysis]
Griechenland gibt es ja auch noch…
Seit 2010 läuft das Drama um Griechenland. Alle paar Monate wird um die Auszahlung neuer Kredite gestritten – es ist mal wieder so weit. Die gute Nachricht zu Beginn: Der Chef des Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, ist optimistisch. Griechenland werde ohne weiteres Hilfsprogramm über die Runden kommen. Wenn, ja wenn die nächsten 18 Monate gut genutzt werden, sagte er der “Süddeutschen Zeitung“. Und er zeigt sich zuversichtlich, dass dies das letzte Programm ist, das Griechenland machen muss. „Das letzte Programm“, das haben wir schon öfter gehört. Es war im Nachhinein dann immer das vorletzte. Kann sein, dass es dieses Mal wirklich das letzte Programm ist. Weil das Land vielleicht bald nicht mehr in der Eurzone ist. Kann sein…

  
26.02.2017 15:06:29 [Infosperber]
Textilindustrie: Noch billiger geht immer
Billiger als China, Thailand oder Indonesien. Die Nähfabriken ziehen jetzt nach Myanmar – mit noch mieseren Arbeitsbedingungen. Stickige Fabrikhallen, Schikanen durch Vorgesetzte, Überstunden bis zum Umfallen und ein Hungerlohn, der kaum zum Leben reicht: Die Arbeitsbedingungen von Näherinnen und Arbeitern, die in Asien Kleider für westliche Mode-Labels herstellen, bleiben miserabel. Seit Jahren gelobt die Modebranche Besserung – doch die Ausbeutung geht weiter. Mit dem Leidensdruck wachsen auch die Proteste. In Kambodscha und Bangladesch demonstrierten Zehntausende Textilarbeiter für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Aber die Branche ist flexibel. Gibt eine Regierung dem Druck nach und erhöht den gesetzlichen Mindestlohn, ziehen die Textilfabriken einfach ins nächste arme Land, wo die Produktionskosten noch tiefer sind. Zum Beispiel nach Myanmar.

26.02.2017 13:47:23 [Start Trading]
DAX-Ausblick: Abwärtsrisiken!
Der DAX schwächelt. Anleger sollten jetzt die angestaute Fallhöhe beachten. Wenn es abwärtsgeht, dann deutlich schneller als manch ein Aktionär reagieren kann. Noch verwehrt man sich am Markt einer Phase nachgebender Notierungen. Dennoch sind die Risiken stark angestiegen, dass der Index dieses aktuelle Kursniveau nicht halten werden wird. Anleger sollten in der kommenden Woche Vorsicht walten lassen und mit fallenden Kursen rechnen.
 Medien, Journalismus, Propaganda, Zensur, Netzpolitik, Internet, Computer, IT, Digitales (8)
  
27.02.2017 09:11:40 [EJO - European Journalism Observatory]
Trump und die Medien
Donald Trump ist gerade einmal einen Monat im Amt und hat schon eine ganze Branche gerettet – den Journalismus. Führende Zeitungen wie die New York Times und die Washington Post versuchen sich mit Aufdeckergeschichten zu überbieten. Nachrichtenshows auf den Kabelkanälen verzeichnen blendende Einschaltquoten. Und nachdem Trump Journalisten quasi zu Volksfeinden erklärt hat, steigt bei vielen von ihnen wieder das demokratische Sendungsbewusstsein. „Trump is making the media great again,“ schrieb auch Josef Trappl an dieser Stelle. Keine Frage, Trump liefert Schlagzeilen. In einer „Höllenlandschaft voll mit Lügen und verzerrter Realität“ (Washington Post) gibt es auch viel Arbeit zu tun.

27.02.2017 08:21:58 [Infosperber]
Sie zerstören die Demokratie – dem Profit zuliebe
«Die Demokratie ist auf eine aufgeklärte Öffentlichkeit angewiesen. Deshalb bedeutet jede Schwächung des Journalismus eine Schwächung der Demokratie»: Eigentlich eine Binsenwahrheit, an die SRG-Generaldirektor Roger de Weck in der NZZ am Sonntag erinnert. In den letzten Tagen erhielt man zwar den Eindruck, Economiesuisse, Gewerbeverband oder Parteiexponenten seien an einem möglichst wenig informierten Stimmvolk interessiert, das man dann umso leichter mit noch mehr Geld und einer «richtigen» Kampagne auf ihre Seite hätte ziehen können.

  
27.02.2017 06:49:27 [Polit Platsch Quatsch]
Wie die "Zeit" Fake News mit Fake News bekämpft
Es geht wieder einmal darum, den Russen zu überführen, dass er mit unlauteren Mitteln versucht, die Meinungen der Wähler in Westeuropa zu beeinflussen. Die "Zeit" hat sich dazu der russischen Auslandssender angenommen. Und deren angebliche Fake-News-Schwulen-Kampagne gegen den französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron analysiert. Das Problem dabei ist nur: Die "Zeit" hat sich das alles nur ausgedacht. Manchmal 200, manchmal 400 und sehr selten mal 2000 oder gar 20.000 Zuschauer erreicht der offizielle Youtube-Kanal des russischen Auslandssenders Sputnik News. Bei RT Deutsch sieht es ähnlich aus: Ganze vier Videos erreichten im letzten Jahr mehr als eine halbe Million Zuschauer.

  
26.02.2017 22:32:06 [Meedia]
„Große Gefahr für das Land“: Donald Trump watscht New York Times für „Fake News“ ab
Die Vorwürfe werden immer schriller: Keine 24 Stunden nachdem Donald Trump US-Medien bei einer konservativen Aktivistenkonferenz attackiert und belehrt hatte, legte der neue US-Präsident am Wochenende mit seiner Medienschelte nach. Die Lügenmedien wären eine "große Gefahr für das Volk" twitterte Trump und ließ dabei keinen Zweifel aufkommen, an wen er dabei dachte ? an seinen Lieblingsfeind New York Times natürlich, die Trump auch noch einmal gesondert via Twitter abwatschte.

26.02.2017 21:20:26 [RT Deutsch]
Angst: Ein mächtiges Instrument der Medien
Angst wirkt sich stark auf das Verhalten und Denken von Menschen aus. Auch in den Medien tritt das Wort vermehrt auf. Warum hat dieses Gefühl einen solchen Einfluss? Furcht zu erforschen, ist ein zentrales Thema der Neurologie. Bestimmte Hirnareale sind primär dafür zuständig, negative Gefühle wie Angst und Wut zu verarbeiten. Die Art und Weise, wie sie prozessiert werden, beeinflusst das Verhalten von Menschen stärker als den meisten bewusst ist. Sie äußern sich auch körperlich. Empfindet man Angst, steigt automatisch der Blutdruck. Man wird nervös, unruhig und überreizt.

26.02.2017 16:49:30 [Übermedien]
Männer, die wie rechte Bots agieren, und was man gegen sie tun kann
Es heißt in diesen Tagen oft, die Demokratie stehe auf dem Spiel, und wenn man sich die Kontrahenten in diesem Kampf ansieht, hat man den Eindruck, dass sich die eine Seite formiert hat wie eine römische Armee in einem Asterix-Comic, während die andere aufgescheucht und unsortiert über das Feld rennt und nicht weiß, wie sie auf die Taktik des Gegners reagieren soll. Der Kampf im Netz hat sich radikalisiert. Adam Tinworth, Journalist und Blogger aus London, hat vor kurzem einen interessanten Gedanken in die digitale Welt gesetzt: Was den klassischen Journalismus von der Meinungsmaschine im Digitalen unterscheidet, ist, dass ihm ein Rahmen fehlt, ein Narrativ, wie man heute gern sagt.

  
26.02.2017 14:02:17 [Kontext Wochenzeitung]
Lernen von den Besten
Wenn sich ein Politiker freundliche Berichterstattung wünscht, muss er mit heftiger Kritik für dieses Presseverständnis rechnen. Oder auch nicht: Wie man damit Erfolg hat, zeigte einst etwa Günther Oettinger mit seinem Werben für Stuttgart 21. Zu den gerne zitierten Bonmots von US-Präsident Donald Trumps letztwöchiger Pressekonferenz gehört ja unter anderem sein Wunsch nach "freundlichen Reportern" respektive Medien, die seine großartige Arbeit nicht so ungebührlich kritisierten. Jetzt schäumen Kommentatoren unisono, der Präsident habe das Prinzip einer freien Presse in einer Demokratie nicht verstanden. Und die Aufregung ist völlig gerechtfertigt. Wird ein solcher Wunsch nach gewogener Berichterstattung aber auf einer weltpolitisch einige Nummern kleineren Bühne geäußert, von einer nicht ganz so zeternd und erratisch agierenden Person, können die Reaktionen freilich auch ganz anders ausfallen.

  
26.02.2017 14:00:32 [Qantara]
Medien im Würgegriff
Die jüngsten Entlassungen von Journalisten und Intellektuellen haben eine neue Diskussionswelle zur Meinungsfreiheit in der Türkei ausgelöst. Kurz vor dem Referendum über eine Verfassungsänderung stehen die Medien unter Regierungsdruck. In einer Woche kann viel passieren in der Türkei: Massenentlassungen von Professoren und Dozenten, Niederschlagung von Demonstrationen und die Entlassung von zwei türkischen Journalisten. Es gehört schon fast zum Alltag, dass gegen Andersdenkende vorgegangen wird. Kurz vor dem Referendum, bei dem das türkische Volk am 16. April für oder gegen ein Präsidialsystem stimmen soll, polarisiert der türkische Präsident die Gesellschaft. "Diejenigen, die "Nein" sagen, gehören in die Kategorie der Putschisten", so Erdoğan.
 Gold, Silber, Rohstoffe, Ressourcen (1)
27.02.2017 11:58:37 [Goldreporter]
Irdische Gold-Vorkommen im Jahr 2034 erschöpft?
Wenn in den kommenden Jahren weltweit so viel Gold gefördert würde wie 2016, dann wären die heute bekannten Goldvorkommen in 18,38 Jahren ausgebeutet. Dies lässt sich theoretisch aus den aktuellen Zahlen von US-Geologen ableiten.
 Konzerne, Monopole, Organisationen, Lobbyismus, Korruption (1)
27.02.2017 10:35:00 [Konjunktion.Info]
Rodrigo Rato zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt
Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds, Rodrigo Rato wurde vom höchsten spanischen Gericht zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Nach Angaben von AFP hat das Oberste Gericht, das diesen Fall aus Korruption und Finanzverbrechen verhandelte, Rato der Unterschlagung, als er den Banken Caja Madrid bzw. Bankia vorsaß, für schuldig gesprochen. Rato hat nach Sicht des Gerichts in der Zeit von 2003 bis 2012 12 Millionen € veruntreut.
 Überwachung, Daten, Geheimdienste, Spionage, Bevölkerungskontrolle, Sicherheitspolitik (2)
  
27.02.2017 08:29:14 [Netzpolitik]
Sachsen: Mehr als dreimal so viele Handy-Rasterfahndungen wie 2012
In Sachsen hat sich die Anzahl der Funkzellenabfragen im zweiten Jahr in Folge erhöht. Im letzten Jahr stellten die sächsischen Polizeibehörden in 371 Ermittlungsverfahren Funkzellenabfragen, elf mehr als noch 2015. Damit setzt sich ein jahrelanger Trend fort: Seit Bekanntwerden der ersten vollständigen Zahlen aus dem Jahr 2012 hat sich der Einsatz der umstrittenen massenhaften Handy-Überwachung und Rasterfahndung in Sachsen um rund 257 Prozent erhöht. Damit wurden im letzten Jahr bei mehr als drei Mal so vielen Ermittlungen Funkzellenabfragen gestellt als noch im Jahr 2012. Die nachträgliche Erfassung von Handydaten sei ein massenhaft eingesetztes Ermittlungsinstrument geworden – ohne Rücksicht auf die hohe Zahl unschuldig Betroffener, kritisiert der Grünen-Politiker Valentin Lippmann. Der sächsische Landtagsabgeordnete hatte die Zahlen mittels einer Kleinen Anfrage (pdf) bei der Landesregierung erfragt.

26.02.2017 16:44:00 [Der letzte Biss]
Neues Deutschland
Heute geht es um Pseudonymität und böse Zahlen.„Netzpolitik.org“ beschäftigt sich dankenswerterweise und ohne ideologischen Bias mit einem Vorhaben der nicht mehr ganz so „Großen Koalition“: Es geht um die Forderung nach einem zivilrechtlichen Anspruch auf Herausgabe der persönlichen Daten bei Persönlichkeitsverletzungen. Sprich, wer sich von irgendjemandem beleidigt oder verleumdet fühlt, darf ganz allein, ohne Einschaltung anderer Instanzen oder gar eine juristische Überprüfung der Vorwürfe, die Herausgabe der persönlichen Daten des Anderen verlangen. Die SPD verlangt noch einen Richtervorbehalt, aber netzpolitik.org verweist dazu auf die eher laxe Praxis, die eine solche Hürde nicht als besonders hoch erscheinen lässt.
 Krieg, Kriegsverbrechen, Frieden, Terrorismus, Rüstung, Militär (7)
27.02.2017 12:17:04 [Ein Parteibuch]
Syrische Armee rückt bei Palmyra und in der Provinz Aleppo weiter vor
Die syrische Armee und ihre Partner sind am Sonntag sowohl an mehreren Stellen westlich der zentralsyrischen Wüstenstadt Palmyra und östlich und südwestlich der nordwestsyrischen Metropole Aleppo weiter vorgerückt. Wie die syrische Nachrichtenagentur SANA mitteilte, ist es der syrischen Armee am Sonntag Morgen gelungen, sämtliche Hügel einzunehmen, die eine Übersicht über das Al-Mahr-Gasfeld 50 Kilometer nordwestlich von Palmyra bieten. Später am Sonntag wurde dann berichtet, dass die syrische Armee und ihre lokalen Partner sowohl den höchsten Hügel direkt südwestlich von Palmyra als auch Gelände direkt nordwestlich von Palmyra eingenommen haben, womit sie einen Zangenagriff auf ISIS ausführen und der südwestliche Teil von Palmyra sich unter Feuerkontrolle der syrischen Armee befindet.

27.02.2017 12:05:22 [Cashkurs]
Trumps ISIS-Plan – Weitere US-Invasion voraus?
Steht dem Nahen Osten eine neue US-Militärintervention bevor? Wiederum natürlich nur im Sinne jenes anhaltenden "Krieges gegen den Terror"? Welche geostrategischen Gefahren sind damit verbunden, auch mit Blick auf die Interessen Russlands in der Region? Etwas mehr als eine Woche nach Amtsübernahme der Trump-Administration, unterzeichnete der Präsident eine Executive Order, die Verteidigungsminister James Mattis einen Zeitraum von dreißig Tagen einräumt, um einen Plan auszuarbeiten, aus dem hervorgehen soll, wie sich die Terrorgruppe ISIS bezwingen lässt. Bezug auf dieses Dekret nehmend, soll dieser Plan auch Empfehlungen zu militärischen Manövern, diplomatischen Maßnahmen, der Benennung von Partnern und Strategien sowie Finanzierungsideen enthalten.

  
26.02.2017 18:59:27 [Zeit Online]
Aufrüsten für Amerika?
Ein Wahlkampfthema, das es in sich hat: Donald Trump will, dass Deutschland mehr Geld fürs Militär ausgibt. Doch was bringt das? Eine Zahl geistert durch Berlin, die alle Politiker, die im Herbst die Bundestagswahl gewinnen wollen, nach Möglichkeit verschweigen: 75 Milliarden. So viel, nämlich 75 Milliarden Euro, wird Deutschland im Jahr 2024 für seine Verteidigung ausgeben müssen, für Panzer und Kampfjets, für Soldaten im Manöver und im Auslandseinsatz, für Aufklärung und Cyberabwehr. Derzeit sind es rund 36 Milliarden. Den Verteidigungshaushalt binnen sieben Jahren mehr als zu verdoppeln – wer das den Deutschen in einem Wahljahr als Versprechen verkaufen will, kann schon mal auf den Oppositionsbänken Probe sitzen. Weshalb die Union und die SPD nun ein Problem haben.

26.02.2017 18:46:33 [Journal 21]
Syrien: Nach dem Fall von al-Bab
Nach drei Monaten der Kämpfe um die Stadt al-Bab haben am vergangenen Freitag die türkischen Truppen und die syrischen Kämpfer der FSA (Freie Syrische Armee), die mit ihnen verbündet sind, die Stadt al-Bab besetzt. Die IS-Kämpfer haben sich in Richtung Raqqa zurückgezogen. Al-Bab liegt rund 40 Kilometer nordöstlich von Aleppo und gegen 30 Kilometer südlich der türkischen Grenze. Nach Raqqa sind es rund 120 Kilometer. Zwischen Raqqa und al-Bab liegt der Ort Membidsch, der von den syrisch-kurdischen Kämpfern der YPG mit ihren syrisch-arabischen Partnern von der SDF (Syrian Defence Forces) gehalten wird. Die gleiche Kombination von SDF und YPG führt mit amerikanischer Hilfe eine Offensive gegen Raqqa durch und hat aus dem Norden vorstossend das Ostufer des Euphrat-Stausees erreicht.

  
26.02.2017 17:36:01 [Der Freitag]
Eine vermeidbare Tragödie
Syrien: Wie aus den demokratischen Protesten ein gnadenloser Krieg werden konnte, in dem jeder gegen jeden kämpft. Irgendwann wird die Geschichte des Syrien-Krieges neu geschrieben werden. Und nicht mehr viel mit der heutigen Berichterstattung gemein haben. Das syrische Drama lief in drei Akten ab. Der erste Akt spielte im Frühjahr 2011. Junge Syrer demonstrierten monatelang gegen die Regierung. Das war legitim. Ich habe in Homs selbst an Demonstrationen teilgenommen. Die Reaktion der syrischen Sicherheitskräfte war unverhältnismäßig und kontraproduktiv.

  
26.02.2017 14:50:04 [Gegenfrage]
Burn Pits: Pentagon vergiftete hunderte US-Soldaten im Irak
Laut dem neuen Buch eines US-Sergeants wurden im Irak hunderte Soldaten durch sogenannte Burn Pits (Verbrennungsgruben) vergiftet. Darin wurden Reifen, Batterien, Pestizide, medizinische Abfälle oder auch Leichen verbrannt.

26.02.2017 12:50:44 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Merkel bekennt sich zu höheren Verteidigungsausgaben
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich zu höheren Verteidigungsausgaben in Deutschland bekannt. „Sicherheit und Sicherung sind notwendig“, sagte Merkel am Samstag in Stralsund. Sie erinnerte an den Nato-Beschluss, wonach die Mitgliedsstaaten bis 2024 mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) fürs Militärausgeben sollen. „Verpflichtungen müssen schon erfüllt werden. Und das werden andere auf der Welt von uns auch einfordern“, sagte Merkel. „Und ich finde, sie haben Recht damit, dass auch Deutschland seine Verpflichtungen einhalten muss.“
 Deutschland (6)
27.02.2017 12:03:11 [Wirtschaftliche Freiheit]
Die „fake news“ des Martin Schulz
Die politische Linke attackiert gerne “fake news”, wenn Rechtspopulisten damit punkten. Doch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bedient sich bei seiner Wahlkampf-Intonierung ähnlicher Methoden. Er zeichnet ein Zerrbild der sozialen und wirtschaftlichen Situation im Land und will die erfolgreiche Agenda 2010-Politik Gerhard Schröders rückabwickeln. Das ist verantwortungslos. „Fake news“ sind in aller Munde. Ohne Falschmeldungen kein Donald Trump, kein Brexit, keine AfD. So schlicht lauten die Erklärungsmuster für Wahlergebnisse, die dem linksliberalen Mainstream und dem politischen Establishment nicht passen.

  
27.02.2017 10:42:55 [Neues Deutschland]
Merkels Agenda
Über eine Kanzlerin, die SPD-Reformen verteidigt: Merkel verteidigt die Agenda 2010 gegen Kritik - von der SPD. Klingt merkwürdig, ist aber konsequent. Schließlich war Merkel einst als neoliberale Reformerin angetreten, die ihre Partei vom sozialpolitischen Kuschelkurs der Kohl-Ära abbringen wollte. Auf dem Parteitag 2003 gab sich die CDU unter ihrer jungen Chefin ein extrem marktradikales Programm: Kopfpauschale statt solidarischer Krankenversicherung, Rente mit 67 und eine Steuerreform, die vor allem Besserverdiener entlastet hätte.

27.02.2017 06:40:36 [Der Freitag]
Abschied vom Willkommen
Die Bundesregierung setzt auf Abschreckung. Trotz der Genfer Konvention werden abgelehnte Asylbewerber in Kriegsgebiete abgeschoben. Kugelsichere Weste und Helm, das trägt Thomas de Maizière, wenn er ein sicheres Land bereist. In dieser Montur entstieg der Bundesinnenminister im Februar vor einem Jahr dem Hubschrauber, der ihn nach Kabul gebracht hatte. Flankiert wurde er von bewaffneten Soldaten. Überschattet wurde sein Besuch in Afghanistan von einem Selbstmordattentat. Die Bilder der Reise stehen in einem grotesken Kontrast zum Anliegen des Ministers. Angesichts der steigenden Zahl von Geflüchteten aus Afghanistan befand de Maizière, schon bevor er vor Ort war, dass es in dem Bürgerkriegsland genügend sichere Gebiete gebe, in die abgelehnte Asylbewerber zurückkehren könnten.

  
26.02.2017 17:41:35 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Bund will BER-Chef Mühlenfeld in Sondersitzung befragen
Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg hat es abgelehnt, Berichte über eine mögliche Ablösung ihres Chefs Karsten Mühlenfeld zu kommentieren. Dazu werde man sich nicht äußern, sagte ihr Pressesprecher Lars Wagner am Sonntagmorgen. Er verwies auf ein Interview Mühlenfelds mit dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“ (Samstag), das weiterhin gelte. Dort hatte der Geschäftsführer seine Entscheidung verteidigt, den bisherigen Technik-Chef Jörg Marks am neuen Hauptstadtflughafen BER zu entlassen und ihn durch den früheren Bahn-Manager Christoph Bretschneider zu ersetzen. Dies sei nötig gewesen, um den Airport zügig fertigzubauen.

  
26.02.2017 16:54:58 [Telepolis]
Singing the Bavarian Obergrenzen-Blues
Reaktionärer Irrsinn in Reinkultur. Mit der eintönigen Beharrlichkeit einer Schallplatte, die einen Sprung hat, wiederholen Horst Seehofer und seine CSU das Lied von der Obergrenze für den Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland. Selbst dem Versuch, den Sprung in der Schüssel mühselig zu verkleistern, widersetzt sich die Christlich-Soziale Union. So wie bei einigen alten Liedern, die jedermann singt, ohne über den Inhalt nachzudenken, ist die gebetsmühlenhaftige Beschwörung der Obergrenze zur Routine geworden. Doch Nachdenken wäre den Aufwand wert; denn kein CSU-Politiker überlegt noch, was wirklich gemeint ist, wenn die Gesinnungsgenossen den Obergrenzen-Blues abnudeln.

  
26.02.2017 16:45:40 [Tichys Einblick]
Immer nur dagegen: Vorschreiben und Verbieten
Die Fünf Verbote: Du darfst nicht Fisch und Fleisch essen. Du darfst dich nicht verkleiden. Du darfst nicht schneller als 30 kmh sein. Du darfst deinen Kamin nicht heizen. Du darfst nicht dürfen. Gottseidank muss ich sie und ihr Haus nicht aufsuchen. Barbara Hendricks, SPD, hat für Gäste des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) Fleisch- und Fischverbot erteilt. In einer „Rund-E-Mail“ wies Staatssekretär Jochen Flasbarth an: Alle „Dienstleister und Caterer“ müssen nun fleisch- und fischlos kochen! Auf zwei Seiten heißt es: „Beauftragte Caterer verwenden weder Fisch oder Fischprodukte noch Fleisch oder aus Fleisch hergestellte Produkte.“ Ihr Kanzlerkandidat Schulz aß noch neulich auf Wahlkampf Bratwurst, damit ist jetzt Schluss.
 Europa, Brüssel, EU allgemein (4)
27.02.2017 11:01:23 [Junge Welt]
Größeres im Sinne
Warum sich die polnische Regierungspartei »Recht und Gerechtigkeit« (PiS) mit sozialpolitischen Versprechungen profiliert. Die sozialpolitische Offensive der polnischen Regierung stellt in der Analyse vor eine wichtige Frage: Wie kommt es, dass eine Partei, die politisch und kulturell reaktionär bis auf die Knochen ist, eine Sozialpolitik betreibt, derer sich keine westeuropäische Sozialdemokratie alten Typs zu schämen bräuchte? Liberale Kritiker der polnischen Regierung argumentieren auf zwei Linien: Einerseits wird erklärt, die Sozialleistungen seien unfinanzierbar. Der zweite Argumentationsstrang erhebt den Bestechungsvorwurf: Die Partei »Recht und Gerechtigkeit« (PiS) betreibe »politischen Klientelismus« – wer von dieser Regierung Kindergeld oder eine Wohnung erhalten habe, werde ihr dafür dankbar sein und ihr in künftigen Wahlen die Treue halten. Das ist peinlich für den, der diese Chance hat verstreichen lassen, aber als Argument nicht ernstzunehmen.

  
27.02.2017 09:08:55 [Junge Welt]
Starke Offensive der PiS
Polnische Regierungspartei verwirklicht eine vernünftige sozialpolitische Maßnahme nach der anderen. Opposition kalt erwischt. Anfang dieses Monats hat die polnische Regierung die Bilanz von einem Jahr Kindergeld »500+« gezogen. Wie der bei der Präsidialverwaltung angesiedelte »Nationale Entwicklungsrat« mitteilte, erhalten rund 3,9 Millionen Berechtigte die Leistung von umgerechnet 115 Euro, die ab dem zweiten Kind gezahlt wird. Das wäre rund die Hälfte aller in Polen aufwachsenden Kinder und Jugendlichen. Die Folgen waren schon im vergangenen Sommer zu sehen: in Form zahlreicher Familien bescheidenen Lebensstils, die an der polnischen Ostseeküste Urlaub machten, teilweise erstmals im Leben. Untersuchungen, wofür das Geld in der übrigen Zeit ausgegeben wurde, haben nach Angaben der Wirtschaftshochschule SGH ergeben, dass 42,6 Prozent der Familien bessere Lebensmittel und Bekleidung für ihre Kinder gekauft, 34 Prozent damit Schul- und Kindergartengebühren sowie 32 Prozent Nachhilfeunterricht bezahlt haben

  
26.02.2017 22:18:48 [Tlaxcala-Int]
Hunderttausende Katalanen für die Aufnahme von Flüchtlingen
Die bisher größte Demonstration Europas für die Aufnahme von Flüchtlingen fand an diesem Samstag, 18. Februar, in Barcelona statt. Zwischen 160.000 (Polizei-Angabe) und 300.000 (Angaben der Organisatoren) Menschen marschierten unter dem Leitmotiv „Unser Haus, Euer Haus“ friedlich durch Barcelonas Innenstadt. Der Marsch sendete ein Zeichen gegen den europäischen, ja globalen Trend hin zu mehr Abschottung, Nationalismus und Angst vor Fremden. „Barcelona steigt zur zivilen Avantgarde Europas auf“.

26.02.2017 15:10:52 [Ökonomenstimme]
Europäische Union oder Disunion?
Vor 60 Jahren wurde mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge der wichtigste Grundstein der heutigen EU gelegt. Nach über 50 Jahren relativ stetiger Erweiterungs- und Vertiefungsschritte, die zur EU28 und – für mittlerweile 19 Mitgliedstaaten – auch zu einer gemeinsamen Währung führten, zeigen sich seit einigen Jahren allerdings auch klare gegenläufige Tendenzen: So wird 2009 durch das im Vertrag von Lissabon beschlossene Austrittsrecht zum ersten Mal auch eine Umkehrbarkeit des Integrationsprozesses offiziell anerkannt. Mit der Diskussion um einen möglichen Grexit werden Rückschritte bezüglich der Integrationstiefe – zumindest für einzelne Länder – zur Option erklärt. Selbst EZB-Präsident Draghi sprach jüngst die Möglichkeit eines Austritts aus der Eurozone an. Insgesamt beginnt die Bereitschaft, nationale Souveränität an die EU abzugeben, immer mehr zu schwinden, nationale Interessen konkurrieren zunehmend mit Gemeinschaftszielen, der Integrationsraum beginnt zu schrumpfen (Brexit).
 International (8)
  
27.02.2017 12:07:24 [Neue Rheinische Zeitung]
Vereint mit Kriegstreibern Trump zum Feindbild machen?
Wer spricht da? Wer spricht da am 18. Februar 2017 in München bei den Kundgebungen anlässlich der so genannten "Sicherheitskonferenz" auf dem Stachus und auf dem Marienplatz? Spricht dort die Friedensbewegung? Sprechen dort "transatlantische" NATO-Journalisten der Süddeutschen Zeitung? Oder ist es gar Wolfgang Ischinger, der Chef der "Sicherheitskonferenz" höchstpersönlich, der dort das Wort ergreift? Hören wir einige Sätze: „Die USA erlebten [nach der Amtseinführung von US-Präsident Trump] den größten Protesttag in ihrer Geschichte... Das macht uns Hoffnung... Von diesem Widerstand schreibt Stefan Cornelius in der Süddeutschen Zeitung: Der Faschismusverdacht hat in den USA Konjunktur... Ein Blick auf das Horrorkabinett Trumps: Neben Vertretern der Superreichen und Militärs sind dort Apokalyptiker wie Stephen Bannon vertreten... 'In fünf bis zehn Jahren werden wir einen Krieg im südchinesischen Meer führen' gegen die Atommacht China. Das sagt... Trumps engster Berater [Stephen Bannon]. Da trifft er sich mit seinem großmäuligen Chef Trump, der im Wahlkampf die nicht naiv gemeinte Frage gestellt hat – Originalton: 'Wozu haben wir Atomwaffen, wenn wir sie nicht anwenden?'“ Wer könnte so sprechen? Um die Frage beantworten zu können, gilt es, die Sätze genauer unter die Lupe zu nehmen.

27.02.2017 06:42:47 [Mathias Broeckers]
Real Game of Thrones
Real Game of Thrones: Amerika spielt Monopoly, Russland spielt Schach. Im exzeptionalistischen Königreich, dessen disruptive Entwicklung wir in dieser Chronik aufzeichnen, scheint immer noch ein unsichtbarer Krieg zwischen der Regierung von König Donald und den Meistern der Intelligence zu toben – und niemand weiß in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Vor langer Zeit, als noch ein Eiserner Vorhang die Welt teilte, und niemand genau wusste, was auf der anderen Seite vor sich ging, gab es eine Wissenschaft, die zu ergründen versuchte, welche Politik und welche Pläne in der dunklen Burg der Hauptstadt Moskau ausgeheckt wurden. Diese Wissenschaft nannte sich “Kreml-Astrologie” und versuchte ähnlich wie die Sterndeuter anhand von Konstellationen und Bewegungen am Himmel die Zukunft zu deuten – anhand von Äußerungen und Launen der Kreml-Mitarbeiter, die man “Apparatschiks” nannte.

  
27.02.2017 06:35:23 [Zeit Online]
Saudi-Arabien schafft sich ab
Dass Bürger Steuern zahlen müssen, ist uns normalerweise keine Zeile wert. Heute aber machen wir mal eine Ausnahme, denn seit Anfang des Monats müssen auch die Bürger Saudi-Arabiens Steuern abdrücken. So hat es König Salman in einem Dekret verfügt. Und das ist nicht nur neu, sondern eine Revolution. Denn in Saudi-Arabien zahlten die Bürger bisher keine Steuern. Viele haben sich daran gewöhnt, in einem großen Haus ohne Grundsteuer zu wohnen, mit einer Achtzylinder-Limousine voll klimatisiert zur Arbeit zu fahren. Der Sprit war fast geschenkt. Der Schreibtisch stand selbstverständlich in einem Ministerium, wo es den Tag über nicht übermäßig viel zu tun gab und die Arbeitszeit minutengenau von den Gebetszeiten unterbrochen war.

  
26.02.2017 20:09:58 [Amerika 21]
Mexiko: Chronik einer verdeckten Privatisierung
Die Privatisierung von Pemex führt zu weniger Mitteln für öffentliche Investitionen. Eine heikle Sache in Zeiten der allgemeinen Unzufriedenheit mit der Staatsführung Peña Nietos. In Mexiko sehnen viele bereits jetzt das Ende des Jahres 2017 herbei. Mit den zwölf Glockenschlägen, die das neue (oder vielleicht alte Jahr) einläuteten, trat der höchste Anstieg der Kraftstoffpreise seit fast zwei Jahrzehnten in Kraft. Der neue "Gasolinazo" (Benzinpreis-Coup), der erst einige Tage nach Weihnachten angekündigt wurde, hat eine Welle der Empörung in der Bevölkerung ausgelöst, die in der ersten Woche der Proteste, Mobilisierungen, Besetzungen von Tankstellen, Transportstreiks und Plünderungen zu mindestens sechs Toten, 15 Verletzten sowie mehr als 1.500 Festnahmen führte.

  
26.02.2017 19:02:15 [Le Monde Diplomatique]
Die große Mauer von Tadschikistan
Die Regierung in Duschanbe will den höchsten Staudamm der Welt bauen. Verschneite Gipfel, so weit das Auge reicht. Die höchsten sind 7000 Meter hoch und scheinen bis zu den Sternen zu reichen. Reist man mit dem Flugzeug von der kasachischen Ebene aus nach Tadschikistan, fliegt man auf eine Wand aus Bergketten zu: vorn das Tienschangebirge, dahinter die Alaikette, überragt vom majestätischen Pamir. Im Sommer spiegeln sich die Wolken in den türkisfarbenen Gebirgsseen; in den Tälern sind nur wenige Dörfer auszumachen, Lehmhäuser bedrängt von den Eismassen der Gletscher, die manchmal viele Kilometer lang sind. Wir sind in Tadschikistan: dem Land im Zentrum des eurasischen Kontinents mit einer mittleren Höhe von 3000 Metern über dem Meeresspiegel.

  
26.02.2017 15:16:40 [Blätter für deutsche und internationale Politik]
Die Welt, wie Trump sie sieht
Sich ein realistisches Bild von der Außenpolitik zu machen, die Donald Trump zu führen gedenkt, fällt bislang schwer. Anders als angehende Präsidenten vor ihm hat er weder präzise Positionspapiere darüber vorgelegt, was er vorzugsweise tun möchte, noch lange Reden dazu gehalten. Alles, woran wir uns einstweilen halten können, sind einige Interviews und Wahlkampfauftritte sowie seine Personalentscheidungen, die Besetzung der Spitzenämter in der künftigen Administration betreffend. Einige Beobachter schließen daraus, dass Trumps außenpolitische Vorstellungen laienhaft und inkohärent seien, ja dass er sie im Wesentlichen wohl aus den Schlagzeilen sowie aus seinen Erfahrungen als weltreisender Geschäftsmann beziehe. Doch bei näherem Hinsehen beginnt ein bestimmtes Muster sich abzuzeichnen. Da zeigt sich, dass Donald Trump durchaus über einen klaren Blick auf die Welt und auf die Rolle verfügt, die Amerika in ihr, wie er findet, spielen sollte – ja, in mancher Hinsicht werden seine Vorstellungen den heutigen Weltzuständen weit eher gerecht als diejenigen angesehener Experten und Politikstrategen in Washington.

26.02.2017 12:56:54 [Neue Rheinische Zeitung]
Will das US-Establishment tatsächlich einen Atomkrieg?
Wenn Sie Sprecher bei den US-TV-Sendern CNN oder MSNBC werden oder für sich prostituierende Zeitungen wie die New York Times, die Washington Post, das Wall Street Journal oder andere Mainstream-Blätter schreiben wollen, müssen Sie so hirntot und so unverschämt wie Bill O'Reilly sein. In einem Interview mit dem Präsidenten Donald Trump tönte O'Reilly: "Putin ist ein Mörder." O'Reilly ist es offensichtlich völlig gleichgültig, dass er mit seiner Anschuldigung einen Atomkrieg auslösen könnte, der die Erde vernichten würde. O'Reilly will die Absicht des Präsidenten Trump, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren, dadurch diskreditieren, dass er ihm unterstellt, einen Deal mit einem Mörder machen zu wollen; dabei lässt er völlig außer Acht, dass die letzten drei US-Präsidenten mehrere Länder zerstören und Millionen Menschen umbringen ließen. Präsident Trump hielt O'Reilly entgegen: "Auch unter uns gibt es viele Killer. Halten Sie unser Land etwa für unschuldig?" Trump hat aber den Fehler gemacht, dass er Putin mit Obama, George W. Bush, Bill Clinton und vielen anderen Verbrechern in eine Reihe stellte. Niemand hat bis jetzt Putin nachgewiesen, dass er wirklich ein "Mörder" ist.

  
26.02.2017 12:48:34 [Zeit Online]
Basis verlangt Fundamentalopposition gegen Trump
Alle reden über Donald Trump. Und was macht die Gegenseite? An diesem Wochenende treffen sich die US-Demokraten in Atlanta, um über die richtige Strategie gegen Trump zu beraten. Und um eine neue Führung zu wählen. Der moderate Kandidat für die Führung des Democratic National Committee (DNC) ist Tom Perez, Arbeitsminister unter Barack Obama. Zwei Politiker, die einen radikaleren Kurs verlangen, fordern ihn heraus: Keith Ellison, ein Abgeordneter aus Minnesota und der erste Muslim im Kongress. Sowie Pete Buttigieg, der Bürgermeister von South Bend, Indiana.
 Politik, Verfassung, Grundgesetz, Parteien, Wahlen, Demokratie, Recht, Gesetz und Justiz (6)
27.02.2017 10:59:24 [Telepolis]
Müssen die Grünen fürchten, unter die 5-Prozent-Hürde zu fallen?
Das Ende eines künstlichen Hypes um eine Partei, die eigentlich keiner braucht. Jüngere Zeitgenossen werden es für Fake-News halten. Doch vor knapp 15 Jahren haben die damaligen Spitzenpolitiker einer Partei namens FDP auf Talkshows durch auffällige Schuhsohlen für Spott und Aufmerksamkeit gesorgt. Dort prangte die Zahl 18. Das war die Marge, mit der die damaligen Vorturner der Liberalen in den Bundestag einziehen wollten. Das Duo hatte sich das Ziel gesetzt, nicht mehr Funktionspartei von Union oder SPD sein zu wollen. Vielmehr wollten sie als dritte eigenständige Kraft Sozialdemokraten und Konservativen Paroli bieten. Sogar eine eigene Kanzlerkandidatur der Liberalen war im Gespräch.

26.02.2017 20:00:42 [Verfassungsblog]
"Jeder, der versuchen würde, das Bundesverfassungs­gericht auszuhebeln, würde sich verheben"
Verfassungsgerichte haben es schwer im Moment in der Welt. Ob in Polen, in der Türkei, in den USA – wenn Richter ihre Aufgabe erfüllen und politische Macht an ihre verfassungsrechtlichen Bindungen erinnern, machen sie immer öfter die Erfahrung, dass die Macht sich das nicht ohne weiteres gefallen lässt. Was geht da vor? Wie deuten Sie dieses Phänomen? Aus meiner Sicht ist das ein grundsätzlicheres Thema, das nicht nur die Verfassungsgerichtsbarkeit betrifft. Es ist ein Erosionsprozess mit Blick auf Rechtsstaatlichkeit und Demokratie festzustellen. Die Vorstellung, dass wir am Ende der Geschichte angelangt sind und der Vormarsch der Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht mehr aufzuhalten ist, stimmt nicht.

  
26.02.2017 19:56:28 [TAZ]
Sind die Grünen am Ende?
Wenn die Umfragewerte in die Höhe schießen: Die Suggestion des Moments lautet, dass SPD-Kandidat Schulz alles ändert. Nein, das tut er nicht. Gerade erst ist es für die Grünen – in Baden-Württemberg – richtig losgegangen als führende Volks- und Orientierungspartei. Und nun, so lese ich, sind sie schon erledigt? Na ja. Die Suggestion des Augenblicks besteht darin, dass ein omnipotenter Politiker namens Martin Schulz alles ändert. So dass im Grunde alles weitergehen kann wie bisher. Nur halt „gerechter“ als mit der moralisch tieferstehenden, sparbesessenen Union. Das ist der Last-Century-Schwarz-Weiß-Film der SPD, für den sie nun den richtigen Hauptdarsteller zu haben glaubt, und der in den Kinos von Spiegel und Stern mit großem Brimborium angelaufen ist.

  
26.02.2017 17:39:53 [Frankfurter Rundschau]
Türkei: Diktatur am Bosporus
Der türkische Staatspräsident ist ein Lügner. Recep Tayyip Erdogan wird am 16. April die türkischen Wähler über einen Volksentscheid abstimmen lassen, mit dem er, so sagt er, das Präsidialsystem in der Türkei einführen möchte. Er plant dafür sogar einen PR-Auftritt in Deutschland vor seinen türkischen Untertanen. Präsidialsystem bedeutet, dass der Präsident zugleich Staatsoberhaupt, Regierungschef und militärischer Oberbefehlshaber ist. Es bedeutet einerseits die direkte Wahl des Präsidenten durch das Volk, andererseits bedeutet es zugleich scharfe Kontrolle, wie beispielsweise in den USA durch die beiden Häuser des Kongresses, die jede Gesetzesvorlage jederzeit zu Fall bringen können.

  
26.02.2017 17:37:53 [Neues Deutschland]
AfD rechtsrum in den Bundestag
Rechtspartei geht in NRW mit nationalistischem Spitzenkandidaten in die Bundestagswahl. Langsam ist es soweit - die Parteien in den Bundesländern stellen ihre Listen für die Bundestagswahl auf. So auch die Alternative für Deutschland in Nordrhein-Westfalen. Wahlversammlungen bei der AfD in NRW sind immer ein besonderes Happening. Nach stundenlangen Debatten über Formalitäten, etwa bei der Frage ob die Kandidaten einzeln oder im Block gewählt werden oder wie lange sie sich vorstellen dürfen, geht es endlich mit den Vorstellungen los.

  
26.02.2017 16:24:06 [ceiberweiber]
Die Eurofighter-Affäre als österreichisches Sittenbild
Wer meint, die jüngst wieder aufgeflammte Affäre um die Beschaffung von 15 Eurofightern für das Bundesheer sei provinziell oder typisch österreichisch, die/der irrt gewaltig. Denn man kann auch anhand der Zustände im Verteidigungsministerium, der Rolle von Medien und der wahren Hintergründe wie bei kritischen Berichten über die USA oder über Deutschland den „deep state“ am Werk sehen. Zunächst schien es dem Mainstream, den Grünen und der SPÖ darum zu gehen, die einstige Koalition von ÖVP und FPÖ sowie Ex-Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) an den Pranger zu stellen.
 Arbeit, Soziales, Gesellschaft, Bildung (5)
  
27.02.2017 12:15:02 [Telepolis]
Brauchen wir ein Alkoholverbot?
Die Verbotsrepublik Deutschland: Der vom Gesetzgeber empfohlene Veggie-Tag, mit dem uns die Grünen auf den Pfad der Tugend helfen wollten (und das schreibt ein langjähriger Vegetarier), ist noch in guter Erinnerung. Bereits verbotene Übergriffe auf Frauen wurden dank "Nein heißt Nein!" sicherheitshalber und einstimmig vom Bundestag noch einmal verboten (Sexualstrafrechtsreform: Eine Beweisaufnahme). Sexistische Werbung soll auch bald verboten werden. Gut für Männer, denen mit nackten Tatsachen vom Mobilfunkvertrag bis zum Auto alles angedreht werden soll. Hate Speech sowieso. Und Fake News auch - jedoch nur, wenn sie nicht in den Leitmedien stehen oder von unseren Ministern höchstpersönlich geäußert werden.

  
27.02.2017 09:03:30 [Zeit Online]
Rente: Niemals frei
Fast sechs Millionen ältere Menschen sind von Armut und Ausgrenzung bedroht, wie aktuelle Zahlen belegen. Immer mehr Senioren müssen im Rentenalter arbeiten. Was bleibt noch vom Lebensabend? Manchmal fragt sie sich, wie lange sie das noch durchhält. Jeden Morgen um 4.30 Uhr aufstehen, anziehen, sich schminken – und dann schnell los zum Bus. Ihr Knie tut ihr weh. Sie hat es sich vor Jahren gebrochen und sich nie davon erholt. Jede Treppe wird für die 68-Jährige zum Härtetest. Am Bahnhof Zoo gibt es einen Fahrstuhl. Er bringt Heidi Steenbock hoch zum Bahnsteig. Noch eine Station mit der S-Bahn, 500 Meter laufen. Dann ist sie da. Ihr Arbeitsplatz, das ist eine Bäckerei-Filiale in Berlin-Charlottenburg, halb Bistro, halb Verkauf. Es gibt Tische und Stühle und eine Bücherwand. Man muss nah herangehen, um zu erkennen, dass sie nur ein Trompe-l’Œil ist, eine Fototapete. Sie lässt diesen Ort behaglicher wirken, als er ist.

  
27.02.2017 06:51:28 [N-TV]
Agenda 2010: SPD will nicht an Grundpfeilern rütteln
Die SPD will die Agenda 2010 in Teilen nachbessern, aber nach Angaben von Spitzenpolitikern nicht an den Grundpfeilern der Reform aus dem Jahr 2003 rütteln. "Das ist keine Abkehr, sondern eine Korrektur", sagte Generalsekretärin Katarina Barley im ZDF zu Ankündigungen von Kanzlerkandidat Martin Schulz. Sie widersprach damit Kritik aus der Union, die SPD wolle die Agenda 2010 weitgehend rückgängig machen. Es gehe etwa um die Abschaffung sachgrundloser Befristungen und eine längere Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld I, sagte Barley. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil sagte, die Kernelemente der Agenda stünden überhaupt nicht zur Diskussion. "Die wichtigsten Säulen dieses Konzepts, die sind völlig unstrittig."

  
26.02.2017 21:22:26 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Schulz Reformpläne: Abschied von Schröders Erbe
Martin Schulz will die SPD endlich mit der Agenda 2010 versöhnen. Dafür prangert er angebliche Missstände an und hantiert mit falschen Zahlen. Sind die 5 Millionen Arbeitslosen schon vergessen? An diesem Mittwoch wird Frank-Jürgen Weise die deutschen Arbeitslosenzahlen bekanntgeben. Zum letzten Mal. Denn Ende März wird er nach fast genau 13 Jahren seinen Posten als Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit aus Altersgründen räumen. Es ist das Ende einer Ära. Am 4.März 2004 betrat er zum ersten Mal in dieser Funktion das Podium in der Nürnberger Zentrale und verkündete einem Land in tiefer wirtschaftlicher Depression, dass es unter der Last von 4,64 Millionen Arbeitslosen ächze. Ein knappes Jahr später ging Weise als der „Fünf-Millionen-Mann“ in die Geschichte der Republik ein, weil nach der Statistikänderung durch die Hartz-IV-Reform am 1. Januar 2005 die offizielle Arbeitslosenzahl die symbolische Marke knackte.

26.02.2017 20:12:45 [Aktuelle Sozialpolitik]
Bringt der Storch doch die Kinder?
Über die eben nicht trivialen Unterschiede zwischen Korrelation und Kausalität: Da hat der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, nur ein paar - teilweise nebulöse - Andeutungen darüber gemacht, was er mit Blick auf die "Agenda 2010" an der einen oder anderen Stelle verändern würde, schon wird das als große Sau durchs mediale Dorf getrieben: Schulz verabschiede sich von der Agenda 2010 des rot-grünen Bundeskanzlers a.D. Gerhard Schröder. Schulz und seine Sozialdemokraten bekommen sofort zu spüren, was Gegenfeuer bedeutet, aus allen Rohren wird geschossen, als hätte der Kandidat irgendeine Reliquie aus der Kirche gestohlen und geschändet. Dabei sind seine konkreten Vorschläge mehr als überschaubar und eines gewiss nicht - eine Infragestellung der Agenda 2010 als solche. Die von den Metallarbeitgebern mit Millionenbeträgen gepamperte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) greift sofort in die Portokasse und schaltet eine ganzseitige Anzeige in der FAZ und in der Süddeutschen Zeitung. Die Hauptbotschaft lautet: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland - aber seien wir schon an dieser Stelle genau: die offizielle Arbeitslosigkeit, die tatsächliche ist weitaus höher als das, was uns monatlich als Zahl der Arbeitslosen und Arbeitslosenquote präsentiert wird, vgl. dazu auch beispielsweise diesen Beitrag vom 7. Februar 2017 - ist in den vergangenen Jahren wegen der Agenda 2010 mit dem Hartz IV-System als Kernbereich zurückgegangen.
 Umwelt, Natur, Ökologie, Energie, Oel, Atomkraft, Atomenergie, Klima, Agrarwirtschaft, Gentechnik (2)
  
27.02.2017 09:05:55 [Eike]
Weitere Daten-Manipu­lationen seitens NOAA, NASA, HadCRUT
Im Verlauf der letzten paar Jahrzehnte haben es die drei Hauptbetreiber von Datensätzen der globalen Temperatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart – NOAA, NASA und HadCRUT – erfolgreich geschafft, diese Temperaturaufzeichnungen so zu frisieren, dass sie zu den Ergebnissen der Klimamodelle passen. Genauer, es gab konzertierte Bemühungen, die Vergangenheit kälter zu machen – vor allem die Warmperiode von den zwanziger bis zu den vierziger Jahren – und die Temperaturwerte aus jüngeren Jahrzehnten zu erwärmen, vor allem nach dem Jahr 1950. Auf diese Weise erscheint ein Trend einer starken linearen Erwärmung, der ähnlich aussieht wie die lineare Form anthropogener CO2-Emissionen im 20. und 21. Jahrhundert.

  
26.02.2017 12:46:15 [Eike]
G20: Merkel legt einen Klima-Hinterhalt für Trump
Trump wird bald Gelegenheit haben, unseren Alliierten in Westeuropa den Irrweg ihrer Emissionen kappenden Politik aufzuzeigen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bereitet einen Hinterhalt vor, in den sie Präsident Trump während des G20-Gipfels im Juli locken will. Und Trumps Reaktion wird Aufschluss darüber geben, ob seine Präsidentschaft wie die zweite Amtszeit von George W. Bush daherkommt oder die Ausnahmestellung bzgl. Energie von Amerika in den Dienst der Wiederherstellung amerikanischer Größe stellen wird.
 Meinung, Debatte, Diskussion, Hintergrund, Ansichtssache (6)
  
27.02.2017 11:07:46 [Querdenkende]
Politik außer Rand und Band
Bloß nicht kritisch sein auf allen Ebenen, wer sucht und findet schon die Wahrheit? Vor allem welche Wahrheit? Die des Donald Trump oder des Wladimir Putin, Fake-News gegen aufrichtige von Pressefreiheit strotzdender Russischen Föderation, wo Sputnik-News und RT uns aufzeigen, wie toll sie fruchten, ganz besonders beim großen Pulk der „Wahrheitsbewegung“, all inclusive die gesamte Neue Rechte?

27.02.2017 11:07:02 [Wissensfieber]
Die kommende Krise
Niemand will doch (unmittelbaren) Krieg, trotzdem bekommen nur wenige den Hintern hoch, sich im Grunde erst einmal Gedanken darüber zu machen, wie bedrohlich die weltwirtschaftliche und -politische Lage tatsächlich sein kann. Vor allem welche Folgen für vielleicht jeden hinten dran stehen könnten. Grundsätzlich muss nun jeder mit seiner Naivität selber zurecht kommen, Risiken, vermeintliche Folgen, Schäden. Warnzeichen sind nun schon länger genug vorhanden. Letztlich würde aber auch das Wohl der gesamten Gesellschaft, auch das, der für eine bessere Welt einstehenden, von höchster Relevanz sein. Genau das vergessen immer diejenigen, die vorschnell „Verschwörungstheoretiker“, „Reichsbürger“, „Anitsemit“ oder „Rechter“ schreien. Vielleicht täusche ich mich nur, aber meiner Eindrücke nach verharren die meisten Menschen noch immer in ihren Vorstellungen einer funktionierenden Demokratie, in der man sich auf Rechtsstaatlichkeit und letztendlich doch auf die Gerechtigkeit (vor allem der Politik) verlassen könne.

  
26.02.2017 22:22:23 [Feynsinn]
Respect the Stars
Wer soll das alles entscheiden, welche wilde These über das Universum wahrer ist als eine andere? Wie so oft, sind einige Naturwissenschaftler so selbstsicher Sätze zu fromulieren, die ein "so ist es" bzw. "so war es" suggerieren - wohl wissend, dass es abweichende Ideen gibt, die nicht minder plausibel oder genau so unbelegt sind.

  
26.02.2017 21:17:49 [Einartysken]
Miriam Gebhardt ‚Als die Soldaten kamen‘, München 2015
Rezension: Vorweg muss ich sagen, dass ich die hervorragende schwedische Übersetzung ‚När soldaterna kom‘, die kürzlich erschienen ist, vor mir habe und aus ihr auch zitieren werde. Das kann natürlich etwas anders lauten und auch die Seitenzahl stimmt möglicherweise nicht. Ob das eine oder andere geändert oder ausgelassen wurde, kann ich natürlich auch nicht beurteilen. Zu allererst will ich hervorheben, dass dies die erste umfangreiche Arbeit über die Vergewaltigungen aller vier Siegermächte in Deutschland beim Zusammenbruch und danach ist. Es mussten also 72 Jahre nach Kriegsende vergehen, bis so ein Buch geschrieben wurde. Es gab eine Reihe anderer Bücher, die sehr bald nach Kriegsende erschienen, die sich aber ausschließlich mit den Vergewaltigungen der Russen befassten. Das wurde selbstverständlich als verdienstvoll angesehen, den „Kommis“ eins überzubraten.

26.02.2017 15:04:54 [Streifzüge]
Jörg Haider und der Kleine Mann
Zur Quintessenz eines dummen Begriffs. Ein von Jörg Haider (aber nicht nur von ihm) beliebtes und oft verwendetes Feindbild richtet sich gegen die vermeintlich Mächtigen in diesem Land, gegen die es aufzubegehren gilt. Es geht davon aus, daß es sich „Die-da-oben“ stets richten können und die sogenannten keinen Leute – die im Singular nicht zufällig geschlechtsspezifisch als der kleine Mann auftreten – die einzig Drangsalierten sind. Oben und Unten werden nicht als Ganzes, sondern als relativ abgeschlossene Bereiche codiert. Derweil: Das Oben ist das Oben des Unten. Der Dualismus ist nur ein scheinbarer, so kräftig er auch erscheint. Niemand kann sich von dieser Allgemeinheit ausnehmen, das Verhalten als Warensubjekt ist allen gesellschaftlichen Positionen eigen – ohne Ausnahme. Die Positionierung ist freilich für das jeweilige Individuum von großer Bedeutung.

26.02.2017 14:51:53 [The Daily Franz]
Kritik der sozialistischen Vernunft
Der Sozialismus, den man heute Sozialdemokratie nennt, hieß lange Zeit einfach Sozialismus und die Parteien, die ihm anhingen, nannte man daher lapidar sozialistische Parteien. Das war ehrlich. Und die gemäßigte Linke hatte damit eine Heimat. Diese Heimstatt war zwar nahe dem blutsverwandten Kommunismus angesiedelt, dessen Vertreter sich auch oft Sozialisten nannten, aber aufgrund ihrer unterschiedlichen Methoden traute man den westlichen Sozialisten mehr als ihren grimmigen kommunistischen Brüdern.
 Widerstand, Revolution, Unruhen, Protest, Demos, Streiks (1)
  
26.02.2017 13:57:43 [IPG - Internationale Politik und Gesellschaft]
Ruck 'n' Roll
Der Wahlsieg Trumps mobilisiert Amerikas Sozialisten. Noch nie in ihrer Geschichte hatten sie einen solchen Zulauf. Seit Trumps Wahlsieg finden täglich irgendwo in den USA Anti-Trump-Veranstaltungen statt. Der Widerstand formiert sich in linken Gruppen wie „Socialist Alternative“ oder „International Marxist tendency“. Besonders die „Democratic Socialists of America“, kurz DSA, zieht die amerikanische Jugend an. In Pittsburgh, einer alten Stahlstadt, die erfolgreich die Transformationsphase hin zum Wissenschafts- und Medizinstandort geschafft hat, gibt es viel Unmut über Trumps Wahlsieg. Auf dem Ortstreffen der Pittsburgher DSA Anfang Februar 2017 kamen fast 120 Gäste. „Meine lieben Freunde! Wir haben uns versammelt, weil wir genug haben vom Kapitalismus und von Trump. Trump hat gewonnen. Das ist ein schlimmes Zeichen. Wir müssen uns endlich politisch organisieren“, eröffnet Adam Stokes die Versammlung.
 Wissenschaft, Technik, Forschung, Weltraum, Astronomie (2)
  
27.02.2017 10:50:48 [Zeit Online]
Aliens: "Ich bin ja kein Verschwörungstheoretiker, aber …"
Sieben erdähnliche Planeten mit Potenzial für Leben: Stehen wir kurz vor der Entdeckung Außerirdischer? Seti-Forscher Eric Korpela will bei Trappist-1 mal nachsehen. ZEIT ONLINE: Sieben erdähnliche Planeten, drei davon mit dem Potenzial für Wasser und eine Atmosphäre. Ändert das Wissen um das 39 Lichtjahre entfernte Sonnensystem Trappist-1 den Fokus für alle Forscher, die – wie Sie – gezielt nach Außerirdischen suchen? Eric Korpela: Natürlich hatten alle Alienjäger diesen Ort längst auf dem Schirm. Diese Region im Weltall wurde nicht erst jetzt entdeckt, sondern nur genauer beschrieben. Vorher wussten wir von drei, jetzt wissen wir von sieben Planeten im Orbit des fernen Trappisten-Sonnensystems. Ähnlich wie die Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun um unsere Sonne kreisen, umrunden dort Planeten einen Stern: Der ist ein Roter Zwerg, kälter als unsere Sonne und heißt Trappist-1.

  
26.02.2017 15:08:20 [Telepolis]
Wenn Weltraumpartikel das Smartphone abstürzen lassen
Mit der fortschreitenden Miniaturisierung der Schaltkreise wächst nach einer Studie die Gefahr, dass elektronische Systeme durch Single Event Upsets (SEU) gestört werden. Wenn der Computer abstürzt oder das Smartphone einfriert und man die Maschine neu starten muss, geht wohl jeder davon aus, dass dies Hersteller oder das Betriebssystem verschulden. Bharat Bhuva, Elektroingenieur-Professor an der Vanderbilt University, wo er in der Radiation Effects Research Group arbeitet, ist allerdings anderer Meinung. Wie er letzte Woche auf dem Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science in Boston sagte, ist die Ursache oft das Weltraumwetter, d.h. elektrisch geladene Partikel, die mit der kosmischen Strahlung von der Sonne oder aus dem Weltraum auf die Erde gelangen.
 Gesundheit, Gesundheitswesen, Gesundheitspolitik, Ernährung, Medizin (2)
  
26.02.2017 22:17:32 [Zeitpunkt]
In Morpheus’ Armen
 V on diesem «nährendsten Gericht beim Fest des Lebens» essen wir jede Nacht – die einen mehr, die anderen weniger. Donald Trump prahlt in seinem Buch «Think like a Billionaire» damit, dass er seine Umtriebigkeit der Tatsache verdanke, nicht mehr als vier Stunden pro Nacht davon zu brauchen. «Viereinhalb bis zehn Stunden gelten als normal, aber gesünder sind sechs bis zehn Stunden», erklärt Dr. Brigitte Holzinger, Mitbegründerin des «Schlafcoaching».

  
26.02.2017 15:36:35 [ProErde]
Einfach vegan
Warum eigentlich vegan? Vegetarisch reicht doch, oder? Seit einigen Monaten fühle ich mich gut. Ich unterstütze endlich nicht mehr mit meinem Geld (außer zwangsweise durch Steuern) das grauenhafte System der alltäglichen Tierquälerei. Alles, was Tiere oder Tierprodukte enthält, werde ich, wenn irgendwie möglich, nicht mehr kaufen. Jetzt nach diesen Monaten frage ich mich: Warum erst jetzt? Die beschämende Antwort: Bequemlichkeit. Sympathisant war ich schon lange. Warum vegan? Diese Frage ist eigentlich leicht zu beantworten: Ich will nicht, dass empfindungsfähige Lebewesen für mich leiden und/oder sterben müssen.
 Feuilleton: Kultur, Geschichte, Bücher, TV, Fernsehen, Film, Musik, Spiele (6)
  
27.02.2017 08:18:17 [Junge Welt]
Dies! Ist! Kunst!
Wichtiger und ergiebiger Stoff verschenkt: Pablo Larraíns Film »Neruda«. Chile 1948: Linke werden unterdrückt und in Lager gesperrt. Nicht einmal der kommunistische Dichter und Senator Pablo Neruda ist durch seine Berühmtheit geschützt, der Präsident persönlich befiehlt seine Verhaftung. Nun beginnt eine Jagd durch das Land, bis sich Neruda der rettenden Grenze nähert. Allerdings verhält sich der Schriftsteller kaum wie ein Verfolgter in Gefahr. Zum Ärger seiner Unterstützer spaziert er durch die Straßen, besucht Nachtklubs, unterhält sich mit Bettlern. Fast scheint er es darauf anzulegen, gefasst zu werden.

  
27.02.2017 06:57:45 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Oscars 2017: Moonlight holt Oscar als bester Film
La La Land räumt in den wichtigen Kategorien bei den Academy Awards ab. Moonlight aber bekommt den Oscar als bester Film. Toni Erdmann ging hingegen leider leer aus. „La La Land“ und „Moonlight“ waren die großen Favoriten der Kritiker in der Oscar-Nacht. Und gleich die erste Trophäe des Abends ging an „Moonlight“. Der Schauspieler Mahershala Ali gewann den Oscar als bester Nebendarsteller. Er spielt in dem Drama einen Drogenhändler und Ersatzvater für einen jungen schwarzen Heranwachsenden. Ali zeigte sich sichtlich gerührt von der Ehrung - seine Auszeichnung war erst der fünfte Oscar für einen schwarzen Nebendarsteller. Auch der Oscar für die beste Nebenrolle ging mit Viola Davis an eine schwarze Schauspielerin. Gerührt bedankte sie sich für die Ehrung ihrer Darstellung im Drama „Fences“.

  
26.02.2017 18:51:17 [Frankfurter Rundschau]
Der Oscar als Mittel des Protests
Politische Auftritte haben Tradition bei den Oscars. Diesmal erwartet die Öffentlichkeit ein unüberhörbares Zeichen des Widerstands gegenüber der nationalistischen Doktrin des neuen Präsidenten. Im Kino dauert es viele Monate, meist mehrere Jahre, bis eine Idee auf die Leinwand kommt. Nur einmal im Jahr zeigt sich Hollywoods Befindlichkeit live und in Realzeit, und in der Nacht zu Montag ist es wieder soweit. Dann werden im Dolby Theatre am Hollywood Boulevard die Oscars verliehen, und selten wurde diese meistgesehene Fernsehshow der Welt mit größerer Spannung erwartet. Das hat nicht nur mit einem völlig offenen Preisträgerrennen zu tun, bei dem denkbar ungleiche Favoriten gegeneinander stehen.

  
26.02.2017 16:29:38 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Oscar-Nominierungen: Schwarz oder Weiß?
Die Filme „Moonlight“ und „La La Land“ sind die Favoriten für die Oscar-Verleihung. Geht es also diesmal vor allem um die Frage der Hautfarbe? Schwarz sein in Amerika – das ist kein glamouröses Thema, nie gewesen, und es wird nicht besser, wie es aussieht. Fast nie ist es Thema in Filmen aus Hollywood. In den vergangenen Jahren war es auf jeden Fall nicht Thema jener Filme, die sich Chancen auf einen Oscar ausrechnen konnten. Und keines für jene, die schließlich Oscars gewannen. In Hollywood war genau dies – dass ein Teil der Wirklichkeit des Landes kein Thema seiner Filme war – in den vergangenen Jahren ein immer wiederkehrendes Thema der Oscar-Nächte.

  
26.02.2017 16:27:05 [Zeit Online]
"And the winner should be …"
Der Regisseur Barry Jenkins hat mit "Moonlight" ein besonders schönes Kapitel amerikanischer Filmgeschichte geschrieben. Was sagt er selbst über seine Oscar-Chancen? Dafür, dass der Mann gute Chancen hat, Geschichte zu schreiben, sieht Barry Jenkins entspannt aus, wie er da in diesem shabby-schicken Berliner Hinterhofloft seines deutschen Filmverleihs sitzt und sich die Zeit nimmt, Fragen zu beantworten. In gleich acht Kategorien ist er mit seinem Film Moonlight für einen Oscar nominiert – so häufig wie kein schwarzer Künstler zuvor. Nervös? Er lächelt. "Mein Leben symbolisiert Hoffnung", sagt er und meint das ganz wörtlich.

  
26.02.2017 13:53:40 [Zeit Online]
Oscars so schwarz
So viele schwarze Künstler wie nie zuvor sind für Oscars nominiert. Will die Academy nur die Rassismusvorwürfe entkräften? Oder gibt es echte Veränderungen in Hollywood? Es gab eine Zeit in Amerika, in der weiße Menschen schwarze Menschen besitzen konnten. Heute können schwarze Menschen Preise gewinnen, und in dieser Tatsache liegt eine komplizierte Spannung, die auch die Oscarverleihung bewegt. Im vergangenen Jahr hatte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences das zweite Jahr infolge keinen schwarzen Schauspieler für die wichtigste Auszeichnung in der Filmindustrie nominiert. Afroamerikaner, aber auch andere Minderheiten, fühlten sich gedemütigt und waren frustriert angesichts der Rassendiskriminierung in Hollywood. Die Bloggerin April Reign erfand den Hashtag #OscarsSoWhite und rief damit zum Boykott der Oscars auf, weil kaum farbige Menschen nominiert worden waren.
 Sport (8)
  
27.02.2017 12:00:30 [Deutschlandfunk]
GPS-Sender – Totale Überwachung oder Erleichterung im Kampf gegen Doping?
Es ist eine der großen Streitfragen im Spitzensport: Der Kampf gegen Doping und was darf den Sportlern dabei alles zugemutet werden? Um für Dopingkontrollen rund um die Uhr erreichbar zu sein, müssen Spitzensportler ständig ihre Aufenthaltsorte angeben. Über das sogenannte ADAMS-System im Internet – was Datenschützer für rechtswidrig halten. Jetzt wird sogar einem GPS-Sender für Sportler geforscht, wie bei einer elektronischen Fußfessel, die Straftätern angelegt wird. Jonas Plass, Lockenkopf, Typ Sonnyboy, gehörte lange zu den besten deutschen 400-Meter-Läufern. Und natürlich, hat auch ihn das Thema "Dopingkontrollen" tag täglich begleitet.

  
27.02.2017 10:40:27 [Mia san rot]
Bayern ist Meister der englischen Wochen
Fußball: eden Herbst und jedes Frühjahr aufs Neue sind die einschlägigen Sportportale gefüllt mit Artikeln über die folgenden anstrengenden und kräftezehrenden „englischen Wochen“, die für die Top-Teams der Bundesliga mit Doppel- und Dreifachbelastung nun anstehen. In diesem Artikel soll überprüft werden, wie sich eine solche Mehrbelastung auf die Punkteausbeute des FC Bayern in der Vergangenheit ausgewirkt hat. Samstagabend das Topspiel in Dortmund, mittwochs zu ungewohnter Stunde in Rostov und am Samstag erneut Topspiel daheim gegen Leverkusen – was nach einem logistischen und vorbereitungstechnischen Albtraum klingt, war für den FC Bayern, wie in fast jeder Saison, dieses Jahr im November Programm.

  
27.02.2017 08:16:37 [Süddeutsche Zeitung]
Chancenloses Bullerbü
Fußball: War da mal eine Krise? Beim 3:0 der Dortmunder in Freiburg glänzt Torjäger Aubameyang vor allem im Zusammenspiel mit Vorbereiter Marco Reus. Als Schiedsrichter Daniel Siebert die Partie in Freiburg abpfiff, schien es, als atme mancher Freiburger Spieler erleichtert auf. Zu gut wusste man beim Aufsteiger, dass diese Begegnung gegen Borussia Dortmund auch leicht mit einem ziemlich demütigenden Ergebnis hätte zu Ende gehen können - wenn die hoch begabte Offensive der Borussen nur ein klein wenig konsequenter gewesen wären. Am Ende blieb es bei einem 0:3, einer ehrenhaften Niederlage also, alles in allem.

  
27.02.2017 06:45:30 [Zeit Online]
Bundesliga: Wolfsburg trennt sich von Trainer Ismaël
Fußball: Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich von Trainer Valérien Ismaël getrennt. Damit zogen die Niedersachsen die Konsequenzen aus der schlechten sportlichen Leistung des Teams. Der Verein bestätigte die Entlassung, zuvor berichteten mehrere Medien über die Entscheidung. "Nach Abwägung aller Fakten und Umstände sind wir überein gekommen, dass die Trennung die richtige Maßnahme ist, um die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen", sagte Sportdirektor Olaf Rebbe. Am Montag soll vorraussichtlich der Nachfolger präsentiert werden.

  
26.02.2017 19:48:10 [Süddeutsche Zeitung]
VfL Wolfsburg: Entlassen oder nicht entlassen?
Fußball: Am Sonntag hatten die Profis des VfL Wolfsburg frei. Sportdirektor Olaf Rebbe und die Klubführung dagegen hatten nach dem unglücklichen 1:2 am Freitagabend im Abstiegskampf-Derby gegen Werder Bremen keinen freien Tag. Das lag daran, dass ihre stundenlangen Beratungen am Samstag zu keinem Ergebnis geführt hatten. Da hatten sie diskutiert, ob der Trainer Valérien Ismaël, 41, noch der richtige Mann sei, um die in die Abstiegszone gerutschte Mannschaft aus dem Schlamassel zu ziehen. Rebbe, seit Dezember Nachfolger von Klaus Allofs, sagte: "Nach einem 0:3 wäre es einfacher gewesen, ein Fazit zu ziehen." Stattdessen versuchte man nun, ein Fazit nach dem wohl besten Spiel unter Ismaël (der im Oktober für Dieter Hecking kam) zu ziehen, auch wenn es nicht erfolgreich war.

  
26.02.2017 17:45:30 [120 Minuten]
Die heimlichen Hüter der Regeln
Die Arbeit des International Football Association Board: Ein kleiner Personenkreis legt die Regeln fest, nach denen Fußball gespielt wird. Sie bestimmen über die Zukunft des Spiels. Die Strukturen und die Entscheidungsfindung folgt jahrzehntealten Mustern und man lässt sich nur ungern in die Karten schauen. Wer macht eigentlich die Spielregeln im Fußball? Damit meine ich nicht die sportpolitischen und teils fragwürdigen Entscheidungen von Verbänden wie FIFA, UEFA oder DFB, wenn es um die Vergabe von Turnieren, Regeln für Transfers, Nachwuchsförderung oder Ähnliches geht. Ich meine die eigentlichen Regeln, die das Geschehen auf dem Platz bestimmen: also so allgemeine Dinge wie die Größe des Spielfelds oder die Anzahl der Spieler, aber auch so pikante Details wie die Einführung neuer Technologien oder wann der Schiedsrichter zwingend einen Platzverweis aussprechen muss.

  
26.02.2017 13:50:41 [Süddeutsche Zeitung]
Thomas Müller, der gute Mensch von Fröttmaning
Fußball: Den Moment größter Selbstlosigkeit bezeichnete Thomas Müller später als "normale Aktion". Es lief die 56. Minute und der Ball lag im Strafraum an seinem Fuß. Vor ihm war nur noch HSV-Torwart René Adler, kein Gegenspieler mehr in Sicht. Man muss wissen, dass Müller bisher genau ein Saison-Tor erzielt hat, er liegt in der Liste gleichauf mit den Torjägern Mats Hummels, Rafinha und Philipp Lahm. Er hätte also Grund zum Egoismus gehabt, zumal es eh schon 4:0 stand - und dann legte er den Ball auf David Alaba ab. Der traf zum 5:0 und überholte Müller damit in der Torjägerliste. Mit nun zwei Treffern.

  
26.02.2017 13:48:56 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
„Unerträgliches“ HSV-Trauma
Fußball: So hoch verliert keine Mannschaft gerne. Vor allem nicht, wenn es schon einmal passiert ist. Für den HSV liegt die Tragik nicht nur in der Höhe der Niederlage, sondern vor allem in seiner Redundanz. Ein so überwältigendes Geschenk hatte Carlo Ancelotti von seiner Mannschaft gar nicht gefordert. Auf seinem Wunschzettel an die Fußballstars des FC Bayern stand doch nur „ein gutes Spiel zu meinem Jubiläum“. Aber das 8:0 (3:0) gegen den Hamburger SV übertraf die kühnsten Hoffnungen des Italieners für sein 1000. Pflichtspiel auf der Trainerbank. „Ich habe nicht erwartet, dass es so gut läuft“, sagte Ancelotti. „Das war Top-Qualität“, schwärmte der 57 Jahre alte Maestro, der ahnt: „Es wird schwierig, besser zu spielen. Aber es werden schwierigere Spiele für uns kommen.“ Ganz bestimmt sogar!
 Kirchen, Religionen, Esotherik, Grenzwissenschaften und ܜbersinnliches (1)
  
26.02.2017 22:19:43 [Idea]
Arbeitgeber sollten Muslimen klare Vorgaben machen
Der aus dem Libanon stammende Pfarrer und Islamexperte Hanna Josua hat Unternehmer dazu ermutigt, mit Muslimen über den christlichen Glauben zu sprechen und eigene Positionen deutlich zu formulieren.
 Satire, Kolumne, Glosse, Humor, Kabarett (1)
  
27.02.2017 06:47:23 [Noktara]
9 geniale Postillon Beiträge, die einer Steinigung würdig sind
(Satire): Da Noktara inzwischen mehrfach von der Presse als „muslimischer Postillon“ gefeiert wurde, haben wir uns dazu entschlossen dem größten satirischen Vorreiter Tribut zu zollen, indem wir eine Liste unserer Lieblings-Postillon-Beiträge veröffentlichen. Insbesondere geht es unserer Redaktion dabei um die Beiträge, die wir am liebsten selbst veröffentlicht hätten. Der Postillon kam uns dabei jedoch unverschämterweise zuvor. Zu unserer Verteidigung sei gesagt, dass es Noktara im Gegensatz zum Postillon nicht bereits seit 1845 gibt! Und los geht’s!
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