Net News Express

 
       
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 Überwachung, Daten, Datenschutz, Geheimdienste, Spionage, Sicherheitspolitik, Bevölkerungskontrolle (7)
  
23.05.2018 18:11:48 [Zeit Online]
WhatsApp teilt nun Nutzerdaten mit Facebook
Entgegen einschlägigen Gerichtsurteilen teilt WhatsApp inzwischen personenbezogene Nutzerdaten mit dem Mutterkonzern Facebook und "vertrauenswürdigen Drittanbietern". Das geht zwar nicht aus der aktualisierten Datenschutzrichtlinie des Messengerdienstes hervor, findet sich aber in zusätzlichen Erläuterungen unter dem Titel "So arbeiten wir mit den Facebook-Unternehmen zusammen". Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar findet dieses Vorgehen "alarmierend" und sieht darin einen eindeutigen Verstoß gegen die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

  
23.05.2018 17:56:49 [Zeit Online]
Aktivisten kritisieren Amazon für Gesichtserkennungssoftware
Bürgerrechtsaktivisten werfen dem Internetkonzern Amazon vor, dass dessen Gesichtserkennungs-Software bei der US-Polizei zum Einsatz kommt. Amazons Technologie mit dem Namen Rekognition sei ein mächtiges Überwachungssystem, schreiben mehrere Organisationen in einem offenen Brief. Die American Civil Liberties Union (Aclu) und mehr als 30 weitere Organisationen wie Human Right Watch warnen darin vor enormen Schäden für die Demokratie. Die Anleitungen zu dem Programm läsen sich "wie eine Gebrauchsanweisung für autoritäre Überwachung", erklärte die kalifornische Aclu-Vertreterin Nicole Ozer.

  
23.05.2018 16:24:38 [Heise]
Amazon ermöglicht Live-Gesichtserkennung für ganze Städte
Amazons Dienst Rekognition bietet Gesichtserkennung in Echtzeit, sowohl mit Fotos als auch mit Videostreams. Selbst in großen Menschenansammlungen soll die Amazon-Cloud hundert Personen auf einmal erkennen können. Als Vorzeigekunde dient die Stadt Orlando. "Orlando ist eine Smart City. Es gibt Kameras überall in der Stadt", freut sich Ranju Das, der bei Amazon die Rekognition-Sparte leitet, "Die autorisierten Kameras streamen [an Amazon]. Wir analysieren die Daten in Echtzeit."

  
23.05.2018 13:03:45 [Marcel Mellor]
DSGVO - Haben wir es alle zusammen vergeigt?
Es hätte klappen können: Privacy by Design, Klarheit über unsere erfassten Daten, Datenschutz als Normalzustand. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat stattdessen den Ruf des Datenschutzes geschwächt und das Internet weiter zentralisiert. Schöner Mist. Und jetzt? Die Einführung der DSGVO hat Millionen gekostet - angefangen von den Honoraren der Beraterfirmen bis zu den zig verlorenen Newsletter-Abonnenten, die bei der zweiten und dritten “Bestätige deine Daten”-Welle ausgestiegen sind. Beides ist dir vielleicht eher egal. Aber die Kosten hören nicht bei den mittelständischen Unternehmen auf.

  
23.05.2018 12:54:05 [Medienwoche]
Datenschutz: Die Werbung profitiert von der Trägheit der Masse
Werden die neuen europäischen Datenschutzregeln der Werbewirtschaft den Sauerstoff entziehen und sie zu einem grundlegenden Umdenken zwingen? Wohl kaum. Denn die Mehrheit der User wird auch weiterhin unbesehen auf jedes «OK» klicken, das im Netz aufpoppt. An Angstmachern fehlt es ja nicht, wenn es um die DSGVO geht, die europäische Datenschutz-Grundverordnung, die am 25. Mai in Kraft tritt. «Es drohen 20 Millionen Euro Strafe oder bis zu 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes …», damit lassen sich Beratungshonorare abholen, besonders bei überforderten KMUs. Zum Glück gibt es aber auch Beschwichtiger, die mit den Mythen der DSGVO aufräumen die nicht so spektakuläre Sachlichkeit wieder herstellen.

  
23.05.2018 10:04:16 [Süddeutsche Zeitung]
Wie Facebook versucht, die neuen Datenschutzregeln auszuhebeln
Am 25. Mai tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Facebook will die neuen und verschärften Regeln umgehen oder zumindest abschwächen. Internet-Nutzer können sich in diesen Tagen beinahe gebauchpinselt fühlen: Noch nie fanden sich im Posteingang so viele Mails von verschiedensten Anbietern, die betonen, wie wichtig ihnen die Privatsphäre des Nutzers ist. Jede App, jeder Newsletter-Verfasser, jedes soziale Netzwerk schickt Nachrichten auf die Handys der Nutzer. "Wir sorgen für mehr Transparenz bei den Daten, die Twitter über dich erfasst, wie sie genutzt werden und welche Möglichkeiten der Kontrolle du über deine personenbezogenen Daten hast", schreibt etwa Twitter.

  
23.05.2018 08:46:25 [Deutschlandfunk Kultur]
Der gläserne Inder
Wohin das Zusammenspiel von privater und staatlicher Datensammelwut führen kann, sieht man in Indien. Das Land verkörpere das "dystopische Endresultat eines Überwachungsapparates", wie der Journalist Emran Feroz meint. Es herrschten Angst und Schweigen. Aadhaar – zu Hindi: "Grundlage" – lautet der Name der größten biometrischen Datendank der Welt, die von der indischen Regierung ins Leben gerufen wurde. Laut dem offiziellen Narrativ soll die Datenbank, die bereits seit 2009 existiert, die Massenverwaltung in der "größten Demokratie der Welt" erleichtern und Korruption bekämpfen. So soll etwa durch Aadhaar den Armen besserer Zugang zu Sozialhilfen ermöglicht werden.
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