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 Kategorien:
 Feuilleton: Kultur, Geschichte, Literatur, TV, Fernsehen, Film, Musik, Games (14)
  
19.05.2019 08:47:24 [Junge Welt]
Lametta vom Führer
Geschichte: Für Volk und Vaterland: Vor 80 Jahren verliehen die Nazis zum ersten Mal das »Ehrenkreuz der deutschen Mutter«. »Wir sind wirklich keine Verbrecher«, empörte sich 1941 eine elffache Mutter gegenüber dem Hamburger Gauleiter Karl Kaufmann. Warum, so fragte sie sich, war sie bisher bei der Auszeichnung mit dem »Ehrenkreuz der deutschen Mutter« unberücksichtigt geblieben? Schließlich lägen »Erbkrankheit, Gefängnis, Zuchthaus, Staatsfeindliches, Alkoholmissbrauch« in der Familie nicht vor. Weit mehr als vier Millionen Frauen hatten das blaue Kreuz mit dem weißen Rand, in dessen Mitte ein Hakenkreuz prangte, zu diesem Zeitpunkt bereits erhalten – und trugen es vielfach mit Stolz.

  
19.05.2019 08:33:08 [Deutschlandfunk Kultur]
Die Band, die sich nie in Posen verlor
Biografie: „Joy Division. The Oral History“. oy Division zählt zu den einflussreichsten Bands im Pop. Eine Oral History erzählt nun die Geschichte der Gruppe. „Alles lief auf einen großen Knall hinaus“, sagt der Autor und Musikjournalist Jon Savage. Vivian Perkovic: Vor fast 40 Jahren hat sich Ian Curtis das Leben genommen. Damit war auch seine Gruppe Joy Division Geschichte, wenngleich sie bis heute junge Bands beeinflusst. Warum erscheint Ihre Oral History erst jetzt?

  
19.05.2019 08:31:29 [Untergrund-Blättle]
Ayka: Eine Matratze hinter dem Vorhang
Die Handlung beginnt in einem russischen Krankenhaus, in der Entbindungsstation. Der Ton der Krankenschwestern ist militaristisch-rau, die Krankenzimmer spärlich eingerichtet, die kürzlich gewordenen Mütter sind sichtlich entkräftet. Babygeschrei. Die junge Mutter Ayka (Samal Yeslyamova) wird angewiesen, ihr Neugeborenes zu stillen. Zuvor begibt sie sich ins Bad, um sich vermeintlich frisch zu machen, bevor sie ihr Kind versorgen wird. Doch stattdessen sucht sie verzweifelt nach einem Fluchtweg, den sie auch findet, und entschwindet durch ein Fenster in das verschneite Moskau.

  
19.05.2019 06:48:46 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
ESC: So gewann ein Niederländer in Tel Aviv
Am Ende des Abends stehen die Niederlande ganz oben und Deutschland fast ganz unten. Für Diskussionen sorgen die Politik, Madonna und eine Null-Punkte-Entscheidung. Zwei Mal ein „Yes“. Mehr brachte Duncan Laurence zunächst nicht heraus, als er am frühen Morgen zum zweiten Mal auf der Bühne stand. Kurz vorher hatte ihn Netta, die Vorjahressiegerin des Eurovision Song Contest (ESC), schon umarmt und ihm die gläserne Trophäe überreicht, nachdem er sich vor ihr zunächst tief verbeugt hatte.

  
19.05.2019 06:46:22 [Der Freitag]
Darum hasse ich AVENGERS & Co.
AVENGERS & Co sind Anti-Filme und Anti-Kino und verursachen eine Monokultur. Normalerweise schaue ich diese modernen Comic-Verfilmungen nicht im Kino. Das Geld ist mir zu schade. Der letzte MARVEL-Film, den ich bis vor Kurzem im Kino schaute, war der erste SPIDERMAN-Film von Sam Raimi; das war 2002. Mir gefallen die meisten Filme dieser Art nicht, aber das ist Geschmackssache. Ich bin auch kein Superfan, der alle mögliche Comics mit all ihren Eigenheiten und Einzelheiten bis zur letzten Nebenfigur kennen. Die MARVEL- und gelegentlichen DC-Comic-Verfilmungen schaute ich im Abo-Fernsehen.

  
19.05.2019 06:44:05 [Prometheus]
Das Märchen vom reichen Land
Daniel Stelter, Das Märchen vom reichen Land. Wie die Politik uns ruiniert. FinanzBuch Verlag, 256 Seiten, 22,99 €. Der Spiegel-Bestseller ist inzwischen bereits in der 6. Auflage erschienen und räumt mit dem Mythos auf, dass die Deutschen die großen Profiteure in Europa seien. In 10 Kapiteln unterstreicht er seine These, um dann im 11. Kapitel seine Vorschläge für einen grundlegenden Neustart zu machen. Zwar verdienen die Deutschen im internationalen Vergleich gut, beim Nettovermögen liegen wir jedoch zurück. Nicht nur hinter Spanien und Frankreich, sondern selbst hinter Griechenland. In Deutschland wir zu wenig investiert und zu viel konsumiert.

  
18.05.2019 18:06:46 [Literaturkritik]
Der 200. Geburtstag von Theodor Fontane wirft vielfältige Schatten voraus
Zum diesjährigen 200. Fontane-Geburtstag erscheinen in zahlreichen Verlagen nicht nur Neuausgaben seines Werkes und Publikationen, die seine Biografie und verschiedene Aspekte des Fontane-Kosmos beleuchten, sondern auch die Hörverlage liefern seit geraumer Zeit einen beachtlichen Beitrag zu dem Jubiläum. Der Audio Verlag (DAV) hat dabei vorwiegend auf historische Aufnahmen zurückgegriffen. So enthält Die große Hörspiel-Edition acht Hörspiele aus fünf Jahrzehnten in legendären Rundfunkproduktionen. Die Hörspielfassungen zu der Novelle "Unterm Birnbaum" (Bearbeitung: Wolfgang Jäger) und zu "Effi Briest" (Bearbeitung: Gerda Corbett) entstanden bereits 1948 beziehungsweise 1949.

  
18.05.2019 18:03:53 [Deutschlandfunk]
Zwischen Kunst, Kommerz und „Verarsche“
Jeff Koons‘ „Rabbit“ oder sein „Balloon Dog“: Glitzernde Skulpturen, die aussehen wie aufgeblasene Ballons. Und sie sind Sammlern Millionen wert. „Das sind Skulpturen, die aussehen, wie wir es von Jahrmärkten kennen“, sagt der Kunstkritiker Carsten Probst über die Koons-Skulpturen. Nun wird Koons‘ „Rabbit“ bei Christie's versteigert – und wahrscheinlich wiederum eine zweistellige Millionensumme einbringen. „Koons hat schon einen Schneeballeffekt bewirkt“, sagt Probst. Er erwartet einen Überbietungswettbewerb, der den Preis in die Höhe treiben wird.

  
18.05.2019 15:49:54 [Qantara]
Jenseits aller Grenzen
Ein meditatives Plädoyer für die Grenzenlosigkeit der Musik und gegen politische Trennlinien: "Placeless" ist eine gemeinsame CD der iranischen Schwestern Mahsa und Marjan Vahdat mit dem Kronos Quartet. Seit 1973 hat das Kronos Quartet eine Lanze für ungewöhnliche Teamworks gebrochen. Es dürfte nahezu keine Weltgegend mehr geben, die die vier Amerikaner um den Geiger David Harrington nicht schon musikalisch besucht haben. Ihre gemeinsame CD mit dem persischen Schwesterpaar Mahsa und Marjan Vahdat dürfte im riesigen Katalog jedoch eine Sonderstellung einnehmen - ihres spirituellen Tiefgangs wegen, aber auch wegen der Brisanz, die eine US-iranische Kollaboration per se darstellt.

  
18.05.2019 15:48:08 [IMI-Online]
Friedensprojekt Europa? Schön wär´s.
Claudia Haydt / Jürgen Wagner: Die Militarisierung der EU. Der (un-)aufhaltsame Weg Europas zur militärischen Großmacht. Berlin 2018. Die Besprechung eines Buch, das auch für gut informierte Menschen viele Überraschungen über die offizielle Politik der EU enthält: Wenn man an Militärinterventionen, an einen militärisch-industriellen Komplex und an Brüche des Völkerrechts denkt, fallen einem verschiedene Staaten ein, nicht zuletzt die USA. Aber die EU? Sie wird für die meisten Bürger immer noch mit Wörtern wie „Friedensprojekt“ „Zivilmacht“ oder gar „Friedensmacht“ gleichgesetzt.

  
18.05.2019 13:22:26 [Der Freitag]
Gegen die Wand
58. Biennale: Natascha Süder Happelmanns steiniger Weg nach Venedig bildet sich im Deutschen Pavillon nicht ab. Zur fröstelnd-ruinösen Stimmung im Deutschen Pavillon passt das kühle Maiwetter auf der Biennale in Venedig: Die Eingangstür im repräsentativen Portal bleibt verrammelt, der Steinfußboden wirkt lange nicht geputzt. Die Wände sind fleckig, Licht dringt nur durch die Oberfenster des historisch aufgeladenen Gebäudes, an dessen Geschichte sich seit dem Umbau durch die Nazis Kunst- und Architekturbiennale Jahr für Jahr mehr oder weniger offensiv abarbeiten.

  
18.05.2019 13:20:31 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Jede Party hat ihren Preis
Gerade veröffentlichte ein englisches Branchenmagazin die Preise für Eintrittskarten zu den beliebtesten Vorführungen und Parties. Schwarzmarktpreise, versteht sich. Kein Ticket wird hier offiziell verkauft. Wer für die Eröffnung mit Jim Jarmuschs „The Dead Don’t Die“ 5500 Dollar bezahlt hat, um im Orchester zu sitzen, werden wir nicht erfahren. Auf dem Balkon war das schon für 2800 Dollar zu haben, die Party danach musste einem weitere 2500 Dollar wert gewesen sein. Doch an den meisten anderen Tagen kosten die Eintrittskarten fürs Kino nur zwischen 1000 und 2000 Dollar, allerdings ist für „Rocketman“, Tarantino und „Rambo“ zum Abschluss unter 2300 Dollar nichts zu machen gewesen: Die Preise für diese Filme gehen hoch auf 4500Dollar.

  
18.05.2019 11:03:00 [Süddeutsche Zeitung]
Eurovision Song Contest: Auf den Spuren der Balkan-Connection
Der Vorwurf, es handele sich bei der Punktevergabe des ESC um ein abgekartetes Spiel, ist fast so alt wie der Gesangswettbewerb selbst. Aber rufen tatsächlich so viele Touristen in Spanien für Deutschland an? Schieben sich die Balkanländer gegenseitig die Punkte zu? Lassen sich an der Verteilung der Punkte alte und neue Feindschaften ablesen? Und welcher der der fünf gesetzten ESC-Teilnehmer war über die Jahrzehnte hinweg am erfolgreichsten? Die SZ hat einen Blick in die Daten aus 63 Jahren ESC-Geschichte geworfen.

  
18.05.2019 11:01:18 [Deutschlandfunk Kultur]
„Ein rechtes Woodstock habe ich nirgendwo gefunden“
Jens Balzer im Gespräch mit Vivian Perkovic. Die Neue Rechte bedient sich ähnlicher Provokationsstrategien wie ehemals die 68er, sagt der Autor und Kolumnist Jens Balzer. Allerdings fehle ihr ein „Soundtrack“. Vivian Perkovic: Pop wird oft verstanden als das Gegenteil von Politik, glänzende Flächen, Emotionen, Feierei. Dabei war, ist und wird Pop auch immer gerade durch alles eben Erwähnte politisch sein. Von Anbeginn des Pop war er eine Reaktion auf gesellschaftliche Erwartungen und auch Zwänge, und er ist es immer noch als Plattform für manchmal queere, manchmal brachiale Identitäten.
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