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22.02.2020 08:55:05 [Junge Welt]
Berlinale: Niemand kommt hier raus
In der Henkershow: Massoud Bakshis irritierender Berlinale-Film »Yalda«. Hatte man nicht gemeint, die Zeit der großen TV-Unterhaltungsshows sei lange vorbei, mindestens so vorbei wie die Zeit der großen Filmfestivals? Es werden freilich weiterhin Wetten darüber angenommen, was wohl zuerst abgeschafft wird – die Realität oder das Fernsehen. Die Annahme hingegen, dass beide ohnehin dasselbe seien und daher beizeiten konzertiert zusammenfallen müssten, hat sich als voreilige Behauptung im Fahrwasser haltloser 60er-Jahre-Utopien erwiesen.

  
22.02.2020 08:53:30 [Literaturkritik]
Die Schuld der Vergangenheit?
Chris Kraus: Das kalte Blut. Diogenes Verlag, Zürich 2017. 459 Seiten, 29,00 EUR. ISBN-13: 9783257069730. Chris Kraus legt mit „Das kalte Blut“ die umfangreichen Memoiren eines fiktiven Nazi-Offiziers vor. Herbst 1974. Ein Mann im Rentenalter liegt mit einer Schussverletzung in einem Krankenhaus, neben ihm ein Hindu-Guru Mitte 30 namens Sebastian mit unbekannter Verletzung. Die Lebenserfahrungen der beiden Männer, deren Aufeinandertreffen den Beginn von Chris Kraus’ Roman "Das kalte Blut" markiert, könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Guru gibt einige Anekdoten aus seinem vornehmlich spirituellen und meist cannabisvernebelten Leben zum Besten. Konstantin, genannt Koja, gibt vor, das uninteressant und nervtötend zu finden.

  
22.02.2020 08:50:41 [Der Freitag]
Am Ende ein Anfang
Kino: In „Euforia“ bringt eine tödliche Erkrankung zwei entfremdete Brüder wieder zusammen. In Matteos Wohnung hängt ein Gemälde, das zwei junge Männer porträtiert. Beide tragen Hemden mit ähnlichem Muster, die in unterschiedlichen Farben aufleuchten. Der eine ist dem Betrachter zugewandt, der andere in Rückenansicht zu sehen. Die Kamera nimmt das Bild nur einmal in den Blick; im Vorübergehen fast – und doch mit Nachdruck. Das Doppelporträt besitzt eine emblematische Kraft, die sich dem Publikum nicht aufdrängt. Und doch könnte man auf die Idee kommen, in ihm sei bereits die ganze Geschichte enthalten, die Valeria Golino in ihrer zweiten Regiearbeit erzählt.

  
22.02.2020 08:48:52 [TAZ]
Erzählungen aus Irland: Traurige junge Frauen
Kaputtheit, die sich selbst feiert: Nicole Flatterys Erzählungen „Zeig ihnen, wie man Spaß hat“ schildern das Leben in den Wüsten des Neoliberalen. Im Eimer sein geht also auch auf Irisch. Nicole Flattery ist Schriftstellerin, Jahrgang 1980 und Irin, und sie schreibt Kurzgeschichten, wie man sie eher aus neuen nordamerikanischen Schreibschulen kennt. Es gab insbesondere in den letzten fünf Jahren zahlreiche US-amerikanische Autorinnen, die einen geschliffenen Stil pflegten und dabei vom kaputten Leben erzählten, mal hart, mal einfühlsamer, man denke an Mary Miller, Elizabeth Ellen oder Kristen Roupenian, die mit einer Geschichte über Belästigung im Zuge der #MeToo-Debatten erfolgreich wurde.

  
22.02.2020 08:46:01 [Junge Welt]
Sandy Alex G spielt im Berliner Lido
Samstag, 20 Uhr, Lido, Berlin. Seit 2015 nennt sich Alex Giannascoli nicht mehr Alex G, sondern Sandy Alex G. Was zwar etwas bekloppt aussieht, aber mit der furchtbaren Singersongwriterin aus Los Angeles gleichen Namens wird er seitdem zumindest nicht mehr verwechselt. Die Wahrheit ist nicht immer schön. Die Musik von Sandy Alex G hingegen sehr, wenn man das mal so nichtssagend dahin schreiben darf. Denn, abgesehen von sehr frühen Arbeiten, die der 27jährige Künstler aus Philadelphia auf seiner Website veröffentlicht hat, sind mindestens die letzten drei Alben »Beach Music« (2015), »Rocket« (2017) und »House of Sugar« (2019) Werke, deren verspulter Borderline-Intensität und merkwürdiger psychedelischer Beschwingtheit man rasch erliegt.

  
21.02.2020 13:07:21 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Kunst aus Kongo: Der Schamane schwebt durch den Weltraum
Postkolonialer Diskurs in Zürich. Im März 1939 schickt der deutsche Ethnologe und Kunsthändler Hans Himmelheber achtzehn Kisten aus Afrika nach Europa. Darin befinden sich 1.736 Objekte, die er auf einer Reise durch Kongo zusammengesucht hat: Masken, verzierte Gebrauchsgegenstände, prächtige Textilien, Kultobjekte verschiedener Stämme. Die meisten Objekte sind für den Kunstmarkt bestimmt. Nur ein kleiner Teil ist für Museen in Basel und Genf vorgesehen. Im Kontext heutiger Debatten liegt der Gedanke nah, bei Himmelheber habe es sich um den willfährigen Agenten eines kolonialistisch geprägten Bürgertums gehandelt, das seine Häuser in Zürich, Paris oder New York mit Raubkunst schmücken wollte, und zwar aus jenem Teil Afrikas, der besonders grausam ausgebeutet wurde.

  
21.02.2020 13:05:09 [TAZ]
Kanadischer Film im Berlinale-Forum: Gläsern wirkt ihre Haut
Deragh Campell beim Erröten zuschauen: In „Anne at 13,000 ft“ liest die kanadische Regisseur Kazik Radwanski alles aus den Gesichtern. Es kommt ein Moment, an dem kann Anne (Deragh Campbell) nicht mehr. Psychisch und physisch erschöpft, hockt sie in einem Kreis von Kindern und ist gezwungen, den Schein der wachen Erzieherin zu wahren. Als sie sich in eine Kammer zurückzieht, den Kopf gegen ein paar mit Spielsachen befüllte Plastikbehälter gelehnt, ist der Punkt des Zusammenbruchs in greifbarer Nähe. Der kanadische Regisseur Kazik Radwanski hat Anne in seinem Film „Anne at 13,000 ft“, der im Forum der Berlinale zu sehen ist, bis hierhin begleitet.

  
21.02.2020 13:03:22 [Süddeutsche Zeitung]
Berlinale-Eröffnung: Glitzern ist auch Licht
Einen Tag nach den Morden von Hanau soll sich die Filmwelt auf dem roten Teppich der Berlinale selbst feiern. Sie schafft das überraschend würdevoll. Drinnen findet vor der Projektion von "My Salinger Year", des Eröffnungsfilms, die Gala statt. In der Ära Kosslick hat Anke Engelke die Veranstaltung moderiert, häufig mit müden Pointen, die man ihr aber nie so richtig krummnehmen konnte, weil sie die Gags mit einer gesunden, stämmigen Chuzpe rausballerte. Weil sie wunderbar schlagfertig durch die Reihen ging und zum Beispiel mal eben James Franco halb anmaulte, halb anflirtete. Sie passte zu ihrem Chef und seiner drolligen, zotteligen, knuddeligen Art. Nun ist auch sie weg.

  
21.02.2020 13:01:15 [Skug]
Tobias Hoffmann: Nonet »Retrospective«
Mittelgroße Jazz-Formationen erleben derzeit einen Aufschwung. Es sprießt seit einigen Jahren alles zwischen Sextetten und Nonetten regelrecht aus dem Boden. Eines davon ist das Nonet des in Deutschland geborenen Saxofonisten und Komponisten Tobias Hoffmann. Im August 2018 versammelte der in Wien werkende Musiker einige der besten hiesigen jungen Jazzer um sich, um seine kompositorischen Visionen umzusetzen. Seine Arrangements lassen die Formation nicht selten klanglich über ihre eigentliche Größe hinauswachsen.

  
21.02.2020 12:58:26 [Der Freitag]
Aus einer fernen Zeit
Rumänien: In „The Royal Train“ huldigen die Menschen der Prinzessin eines untergegangenen Königshauses. Meine dreieinhalbjährige Tochter treibt ihre Eltern manchmal zur Verzweiflung: Sie will die Latzhose, die uns so gut gefällt, partout nicht anziehen, stattdessen besteht sie auf ihrem pinkfarbenen Tutu und hüpft „Ich bin eine Prinzessin“ singend durch die Wohnung. Es ist geradezu niederschmetternd – sind alle Bemühungen, sie möglichst geschlechtsneutral zu erziehen, gescheitert? Genau diese Gefühlslage verleiht Johannes Holzhausens Film "The Royal Train" seine Dringlichkeit.
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