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 Feuilleton: Kultur, Geschichte, Bücher, TV, Fernsehen, Film, Musik, Games (6)
  
20.11.2018 14:13:07 [FirstLife]
Guthrie Govan: zwischen Virtuosität und Nichtigkeit
Kunst lebt von Originalität, Authentizität und Innovation – so die allgemeine Erzählung. Was aber, wenn die Fälschung besser ist als das Original oder kann sie das gar nicht? Nach zweistündiger Autofahrt stehen wir mit dem Auto endlich vor der Konzerthalle und versuchen, uns zu orientieren. Ein Parkplatz soll gefunden werden. Da springt er auf einmal in wippendem Schritt über die Straße an uns vorbei. Hunderte Stunden haben wir ihn oder zumindest seine Finger auf YouTube gesehen, immer wieder vor- und zurückgespult und jedes Mal verzweifelt auf die Gitarre in den eigenen Händen geblickt. Und jetzt hüpft er ganz dicht an unserem Auto vorbei.

  
20.11.2018 14:10:40 [Deutschlandfunk Kultur]
Rosanne Cash: „She Remembers Everything“
Rosanne Cash gehört nach 40 Karrierejahren zu den führenden Songwriterinnen der amerikanischen Rootsmusik. Wir haben sie in New York getroffen. Dort erklärte sie uns, was sie mit dem Titel ihres neuen Albums „She Remembers Everything“ meint. Rosanne Cash liebt nicht nur Worte und Musik, sie liebt auch Literarisches. Sie schreibt Essays für renommierte Medien wie die New York Times, veröffentlichte mit „Composed“ 2010 ein bewegendes Erinnerungsbuch.

  
20.11.2018 12:29:46 [Qantara]
Installation "Seefracht - Mensch"
Ein Kunstprojekt mit Tiefgang. Kann man seine Fluchterfahrungen über das Mittelmeer künstlerisch verarbeiten? Man kann - mit dem Projekt "Seefracht - Mensch" der Malteser in Ahaus bei Münster. Die Schreie auf den Schlauchbooten und Holzkuttern sind verstummt. Frauen und Kinder beten. Männer schweigen oder sprechen noch einmal über Handy mit Verwandten, weil sie fürchten, dass sie jeden Moment kentern. Die Flüchtlinge liegen auf den größeren Holzbooten "gestapelt" - in fünf Schichten übereinander. Die Schleuser wollen so viele Menschen wie möglich aufnehmen. Je mehr Menschen umso mehr Gewinn. Jeder einzelne Flüchtling zahlt für diesen Horror im Schnitt zwischen 1.500 bis 4.000 Dollar. Das Geld sammeln teilweise 40 Familienmitglieder und Nachbarn in der Hoffnung, wenigstens einem Menschen aus ihrer Umgebung "das Glück in Europa" zu ermöglichen.

  
20.11.2018 12:27:17 [TAZ]
„Der Krimiplot ist mir nicht so wichtig“
Kutschers neuer Gereon-Rath-Krimi. Dank „Babylon Berlin“ ist die Krimiserie in aller Munde. Nun präsentiert Volker Kutscher erstmals den siebten Band. Er führt zum Reichsparteitag 1935. Hitler ist da. Und Gereon Rath steckt mitten in der enthusiastischen Menge. Dabei ist der Kommissar aus Berlin nur auf der Suche nach einer Telefonzelle in Nürnberg. „Er wollte hinaus, doch er wurde nach vorne gedrängt. Und dann sah er, warum die Leute so aus dem Häuschen waren. Da in diesem langsam rollenden Mercedes stand doch tatsächlich Adolf Hitler höchstpersönlich.“ Volker Kutscher holt kurz Luft, bevor er weiter die Passage aus seinem neuen Roman liest, der während des Reichsparteitags 1935 spielt.

  
20.11.2018 08:21:59 [Literaturkritik]
Von fliegenden Fetzen und Tomaten
Annett Gröschner: Berolinas zornige Töchter. 50 Jahre Berliner Frauenbewegung. FFBIZ - das feministische Archiv, Berlin 2018. 344 Seiten, 10,00 EUR. ISBN-13: 9783981956115. Annett Gröschner zeichnet 50 Jahre Berliner Frauenbewegung konzis und doch detailreich nach. „Vom ersten Tag an begann die Frauenbewegung historisch zu werden“, konstatiert Annett Gröschner. Doch wer denkt schon daran, „das Material zu sammeln und zu verwahren, wenn es eigentlich noch um die handfesten Kämpfe der Gegenwart geht?“ So ist es wohl. Eben darum war 1980 die Gründung des Frauenforschungs-, Bildungs- und Informationszentrums (FFBIZ) so wichtig, zu dessen Sammelgebieten graue Materialien der Bewegung zählen.

  
20.11.2018 08:18:33 [Neue Debatte]
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
Hans-Peter Martin schrieb mit „Bittere Pillen“ und „Die Globalisierungsfalle“ Bestseller. Jetzt legte er mit einer Analyse zum Systemcrash nach: „Game over“. Eine Rezension: Wer ist noch nicht über die Titel „Bittere Pillen“ oder die „Globalisierungsfalle“ gestolpert? Es waren Bestseller, die sich ihren Erfolg nicht durch billige Strategien erkauft hatten, sondern die glänzten durch das seltene Extrakt von Substanz und Lesbarkeit. Der Österreicher Hans-Peter Martin ist ein international erfahrener Mann. Er kennt Länder und ihre Institutionen, er kennt supranationale Konzepte wie die EU und ihm ist das Leben derer, für die in der Regel entschieden wird, nicht fremd.
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