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 Feuilleton: Kultur, Geschichte, Bücher, TV, Fernsehen, Film, Musik, Games (6)
  
19.07.2018 08:40:46 [Zeit Online]
"Sicario 2": Natürlich darf es hässlich werden
Ein Actionfilm für die USA, von denen Donald Trump bisher nur träumt: In Stefano Sollimas "Sicario 2" sind im Kampf gegen Amerikas Feinde alle Mittel Recht. Im ersten Sicario-Film diente die amerikanisch-mexikanische Grenze als surreale Kulisse eines düster überzeichneten Actionfilmes. Mit Bildern barbarischer Gewalt schuf der Film eine Atmosphäre der Gesetzlosigkeit. Der zweite, aktuelle Teil der Filmreihe nun braucht bloß wenige Minuten, um sich in dieser Bedrohungskulisse in eine neue, fiebrige Intensität zu steigern: Islamistische Terroristen haben sich unter die Migranten aus Mittelamerika gemischt, die von den Kartellen durch die Wüste in die USA geschmuggelt werden.

  
19.07.2018 08:39:05 [Berliner Umschau]
Praemium Imperiale 2018: Preisträger stehen fest
Zum 30. Mal wird er nun schon vergeben, der von der traditionsreichen Japan Art Association 1989 gestiftete und als „Nobelpreis“ der Künste gehandelte Praemium Imperiale. Eine elitäre Auszeichnung, die vom japanischen Kaiserhaus großzügig unterstützt wird und weltweit überaus begehrt ist. Und das nicht nur wegen der damit verbundenen jeweils 15 Millionen Yen (rund 116 500 Euro). Für viele preisverwöhnte Künstler ist diese noble Auszeichnung eine ganz besondere Ehre, denn sie wird nur Auserwählten zuteil, die mit ihrem künstlerischen Lebenswerk einen außergewöhnlichen Beitrag zur kulturellen Entwicklung geleistet und die Welt mit ihrem künstlerischen Schaffen nachweislich bereichert haben.

  
19.07.2018 06:31:54 [Marx 21]
Von Schlägern und Schreibtischtätern: Rechte Gewalt in Deutschland
Andrea Röpke, 2017 Jahrbuch rechte Gewalt, München 2017, Knaur TB, 304 Seiten, 12,99 Euro. Die Journalistin Andrea Röpke hat ein Jahrbuch zur rechten Gewalt in Deutschland vorgelegt. Hier stellt sie ihren Befund dar: Im Schatten des Aufstiegs der AfD machen sich militante Neonazis, Reichsbürger und Rechtsterroristen breit Im Jahr 2017 sind es nicht mehr die Bilder von lichterloh brennenden Flüchtlingseinrichtungen und einem wütenden Mob auf den Straßen, die den Hass in Deutschland symbolisieren. Im Jahr 2017 machen rechte Verschwörerkreise mitten in der Gesellschaft von sich reden. Staatsdiener sollen Anschläge und Attentate geplant haben, lauten die Meldungen.

  
18.07.2018 19:46:09 [Süddeutsche Zeitung]
Vokalmusik: Schöpfungsgeschichte
Joseph Haydn: Die Schöpfung mit der Audi Jugendchorakademie und der Akademie für Alte Musik Berlin, Do., 19. Juli, 20 Uhr, Festsaal Ingolstadt. Die Jugendchorakademie hat sich in den vergangenen zehn Jahren profiliert, gerade weil die Kraft des Ensembles auch in der permanenten Erneuerung liegt. Energie, Vitalität, Dynamik, das sind die Worte, die Martin Steidler zur "Audi Jugendchorakademie" einfallen. Der Chorleiter und zugleich Professor an der Münchner Musikhochschule hält zudem Begriffe wie "Begeisterung", "Gemeinschaftserlebnis" und "Gleichgesinnte auf hohem Niveau" fest. Steidlers Verhältnis zu dem Ensemble ist aus diesen Beschreibungen unschwer als schwärmerisch zu identifizieren. Zehn Jahre schon prägt er den Chor. Und der Chor auf seine Weise auch ihn.

  
18.07.2018 14:21:09 [Neue Zürcher Zeitung]
Eine Begegnung mit Emmanuel Pahud
Auf seiner neuen Doppel-CD für Soloflöte lässt der Genfer Flötist Emmanuel Pahud Barock und Moderne aufeinandertreffen, so wie es schon sein grosser Lehrer und Förderer Aurèle Nicolet tat. Das erweitert den Horizont. Nicht auszudenken, wenn es die Flamencogitarre geworden wäre. Ihr galt das erste Interesse des Dreijährigen in Madrid. Da hatte der 1970 in Genf geborene Emmanuel Pahud bereits in Bagdad und Paris gelebt, und die nächste berufliche Station des Schweizer Vaters hiess Rom. Heute spricht Pahud fünf Sprachen und scheint sich weltweit wohl zu fühlen. «Ich lebe sehr gerne dieses Leben», sagt er beim Gespräch in der Berliner Philharmonie, wo er seit 1992 zumindest eine musikalische Heimat gefunden hat.

  
18.07.2018 14:19:23 [LinksNet]
Wider den Gehorsam
Arno Gruens letztes Buch ist aktueller denn je. Der Psychotherapeut Arno Gruen kritisiert in seinem Buch „Wider den Gehorsam“ die vorherrschende Ideologie der Macht und des Herrschens. Den Prozess der Unterwerfung unter den Willen eines anderen, der in frühester Kindheit beginnt, „lange bevor Sprache und Denken sich ordnen“, nennt er ein Grundproblem unserer Zivilisation. Der Säugling wird dazu gebracht, nicht den eigenen Bedürfnissen nachzugehen, sondern sich dem Willen der Eltern zu fügen. Der Wille des Kindes wird gebrochen und die Herrschaft der Eltern ausgeweitet, um sogenannten „wilden Trieben“ Einhalt zu gebieten.
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